Mutter Betty Antoine (l.) machte die Beerdigung ihres Sohnes Brandon zu einem Impftermin. Er wollte sich nicht impfen lassen und starb an Covid-19. Facebook

Ihr Sohn starb, weil er sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollte. Er erkrankte an Corona und erlag dem Virus. Die trauernde Mutter beschloss in ihrer Verzweiflung, dass Brandon Antoine im Tod andere vor seinem Schicksal bewahren soll. Betty Antoine machte aus der Beerdigung im US-Bundesstaat Louisiana nun einen Impftermin.

Er wollte sich nicht impfen lassen, dann starb er an Corona

Brandon Antoine hatte an Herz- und Lungenproblemen gelitten – was das Risiko auf einen schlimmen Verlaufs einer Coronavirus-Ansteckung drastisch erhöhte. Mutter Betty verriet „CBS News“: „Sein Arzt wollte ihn deshalb unbedingt impfen, doch er hat sich geweigert. Er hatte eine regelrechte Wut auf das Vakzin und wollte sogar mir vorschreiben, es nicht zu nehmen.“ Ende Mai steckte sich Brandon mit der Delta-Variante an und landete auf der Intensivstation in seiner Heimatstadt Baton Rouge. Der 46-Jährige starb am 9. Juni.

In Absprache mit dem Beerdigungsinstitut ließ Mutter Betty in der Leichenhalle neben der Urne ihres Sohnes ein privates Impfzentrum errichten: „Ich wollte, dass Brandons Freunde seine Asche sehen und begreifen, dass er nur tot ist, weil er nicht geimpft war. Mein Sohn sollte im Tod für andere so noch einmal was Gutes tun und eine Motivation zum Impfen sein.“ Die Aktion gelang. 13 der anwesenden Trauergäste ließen sich vor Ort direkt impfen.

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Louisiana hat eine der geringsten Impfquoten Amerikas – und eine der höchsten Fallzahlen. Gerade mal 36 Prozent der Bevölkerung hat einen vollen Impfschutz. Selbst in Deutschland, wo die Impfkampagne viel langsamer anlief als in den USA, liegt sie bei über 48 Prozent.