Eine amerikanische Bulldogge (Symbolfoto). Foto: imago/imagebroker

Ob Hundefreund oder Hundefeind – dieser Prozess lässt niemanden kalt! In Nordirland musste sich jetzt ein Hundehalter vor Gericht verantworten. Der Grund: Seine Amerikanische Bulldogge hatte im Mai vergangenen Jahres ein kleines Mädchen attackiert. Nach dem Angriff schlug der Hundebesitzer das Tier zur Strafe mit einem Hammer tot - und verbrannte die Überreste auf einem Schrottplatz.

Der 47-Jährige Wayne McG. war mit seinem Hund in einem Park in Belfast unterwegs, als die Amerikanische Bulldogge ein Mädchen angriff, berichtet das Nachrichtenportal „News Letter“. Das Tier riss sich von der Leine los, jagte das Kind, verbiss sich, schüttelte das Mädchen. Passanten versuchten, einzugreifen. Irgendwann konnte sich das Mädchen losreißen und weglaufen, doch die Bulldogge lief hinterher.

„Der Hund holte das Mädchen ein, stürzte sich auf sie, schüttelte sie und verbiss sich in ihrer Brust.“ Dann gelang es, den Hund am Genick zu packen. Das Kind wurde drei Stunden operiert, mehr als 15 Bisse und Schnittwunden mussten genäht und versorgt werden, heißt es. „Seit dem Angriff hatte das Kind Schwierigkeiten beim Essen und Schlafen und ist nicht mehr so kontaktfreudig wie zuvor“, so der Staatsanwalt weiter.

Er erschlug den Hund und verbrannte die Überreste

Noch am Ort des Geschehens wurde McG. Vernommen – und bekam die Anweisung, den Hund  einschläfern zu lassen. Als die Polizei ihn besuchte, um es zu prüfen, gab er an, das Tier mit einem Hammer erschlagen zu haben. Danach habe er seine Überreste auf einer nahe gelegenen Müllkippe verbrannt. „Er gab zu, den Hund getötet zu haben, indem er ihm zweimal mit einem Hammer auf den Kopf schlug. Dann legte er seine Überreste in einen Eimer, übergoss sie mit Benzin und setzte alles in Brand.“ Laut der Aussage von McG. Habe der Hund geschrien, als er vom Hammer getroffen wurde.

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Er habe behauptet, dass er dem Einschläfern entgehen wollte, so der Staatsanwalt. Er habe dafür kein Geld gehabt – aber unter Druck gestanden, den Hund loszuwerden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Tier damit unnötiger Grausamkeit ausgesetzt. „Ein Schlag auf den Kopf mit einem Hammer verursacht viel Schmerz.“ In den letzten Augenblicken seines Lebens hätte das Tier so unvorstellbare Schmerzen und Ängste erfahren, die ihm von seinem Herrchen zugefügt wurden.

Der Mann darf nie wieder ein Haustier halten

Der Richter verurteilte den Mann zu vier Monaten Gefängnis. Ein junges Mädchen sei dauerhaft verletzt worden, außerdem wurde einem Tier schweres Leid angetan. Aus diesem Grund wurde Wayne McG. auch ein lebenslanges Verbot auferlegt, jemals wieder ein Haustier zu halten.