Die fünf Kinder. Foto: zVg

Eine tödliche Brandkatastrophe in West Virginia entpuppt sich als das unfassbare Blutbad einer Mutter. Laut der Behörden erschoss Oreanna Myers ihre fünf Kinder im Alter von 1 bis 7 Jahren, steckte das Haus an und beging dann Selbstmord.

Die Feuerwehr von Greenbrier County wurde am 8. Dezember nachmittags zum Anwesen von Myers und ihrem Ehemann Brian Bumgarner gerufen. Das stand lichterloh in Flammen. Polizeichef Bruce Sloan verriet jetzt zum ersten Mal Details im örtlichen TV-Sender „MetroNews“, was wirklich geschehen war: „Die Mutter wurde tot auf der Veranda entdeckt. Sie hatte rote Linie im Gesicht und hatte sich eine Kugel in den Kopf geschossen.

Im Haus hat die Feuerwehr dann die Leichen von vier der Kinder entdeckt. Sie alle hatten Einschusslöchern in ihren Köpfen.“ Die Leiche des fünften Kindes wurde erst Tage später in den verkohlten Trümmern des Hauses gefunden.

Oreanna Myers tötete ihre fünf Kinder. Foto: Zvg

Myers hatte in einem Abschiedsbrief als Motiv für die fünf Morde und ihre Freitod angegeben, dass sie nicht stark genug war, „um meine Dämonen zu besiegen“. Laut Polizeichef Sloan war sie die Tage zuvor wütend gewesen, dass ihr Ehemann aus Berufsgründen während der Woche nicht nach Hause kommen konnte und bei Verwandten übernachtete.

Sie wurde immer verzweifelter. In einer SMS an ihren Ehemann am 6. Dezember schrieb sie: „Wenn du zurückkommst, wirst du nur noch eine Leiche vorfinden. Aber das kümmert keinen, warum sollte es mich stören? Geld kommt und geht, aber mich kannst du nicht ersetzen. Ich bettelte und weine um Hilfe, doch bekomme sie niemals. Meine geistige Gesundheit braucht Pflege. Hilf mir! Mir ist jetzt alles egal.“

Bilder einer Überwachungskamera am 8. Dezember zeigen, wie Myers ihre beiden Stiefsöhne Shaun (7) und Riley (6) von der Schule abgeholt hatte. Sie trug einen Mantel mit Kapuze und hatte sich bereits da schon die rote Linie von Ohr zu Ohr durchs Gesicht gezogen. Augenzeugen berichteten, dass einer der Jungen die Mutter gefragt hatte, ob es Blut sei. Deren Antwort: „Ich habe nur eine Grenze gezogen“. Weniger als 30 Minuten später erschoss die 25-Jährigen dann Shaun und Riley, sowie ihre leiblichen Söhne Kian (4), Aarikyle (3) und Haiken (1).

Brian Bumgarner Foto: Facebook

Meyers hatte gleich drei Abschiedsbriefe hinterlassen, die sie in einer Plastiktüte an die Windschutzscheibe ihres Autos geklebt hatte. Einer war an ihren Ehemann gerichtet: „Es tut mir so leid Brian. Ich war einfach nicht stark genug für dich und diese Familie. Mein Kopf ist so abgefuckt. Dieses abartige Verbrechen tut mir so leid. Ich war nicht stark genug, die Dämonen zu besiegen. So depressiv. Taubes Herz. Die Seele total zerbrochen. Es tut mir leid, versagt zu haben. Es tut mir leid, unsere wunderschönen Boys im Stich gelassen zu haben. Es tut mir leid, dass ich nicht stark genug war.“

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Der zweite Brief war ein Geständnis an die Behörden: „Ich habe den Jungen in den Kopf geschossen. Ich habe das Haus angezündet. Ich habe mir selbst in den Kopf geschossen. Es tut mir leid. Die geistige Gesundheit ist kein Witz. Sie darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ich hoffe, eines Tages wird jemanden wie mir geholfen. Wenn jemand um Hilfe weint und bettelt, bitte helft ihm. Ihr könnt damit ein Leben oder mehrere retten. Danke!“ Der dritte Brief war Meyers‘ Testament.