Der Brief eines Corona-Leugners ist nun Teil einer Ausstellung über Medizin, Krankheit und Heilung. Foto: dpa/Christine Lincke

Den anonymen Brief eines Kritikers der Corona-Schutzmaßnahmen hat das Historische Museum der Pfalz in Speyer in die laufende „Medicus“-Ausstellung eingebunden. Da diese auch Verschwörungstheorien thematisiere, zeige man den Brief an die Institution als Beispiel, hieß es. Die Leitung habe das Schreiben als Zeitdokument eingestuft.

Der Autor des anonymen Briefs hatte unter anderem geschrieben, es sei keine Ansteckungsgefahr mehr vorhanden, und Hygiene-Maßnahmen seien unnötig. „Mit Maske und Abstand ins Museum? Nein Danke!“, hieß es. Man solle sich nicht „für dumm verkaufen“ lassen.

„Lieber anonymer Verfasser dieser Botschaft, hättest Du Dich überwunden und mit Maske unsere Ausstellung besucht, wäre dieser Rundgang vielleicht für Dich erhellend gewesen“, antwortete das Museum in einer Mitteilung. „Wir zeigen zum Beispiel, wie schon vor 100 Jahren in Zeiten der Spanischen Grippe das Tragen von Masken ein wesentliches Mittel war, um der damaligen Pandemie Herr zu werden.“

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Die „Medicus“-Ausstellung in Speyer zeigt – ausgehend von den Motiven des gleichnamigen Buchs von Noah Gordon (1986) –, wie sich Medizin, Krankheit und Heilung in unterschiedlichen Kulturen definieren. Der literarische Welterfolg kam 2013 als bildmächtiges Epos ins Kino.