Rettungswagen der Feuerwehr (Symbolbild)
Rettungswagen der Feuerwehr (Symbolbild) Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Er behauptete, er sei gestolpert, aber die Polizei glaubt ihm nicht: Ein Mann hat im bayerischen Regenstauf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau absichtlich mit heißem Öl übergossen und lebensgefährlich verletzt. Zwei Kinder mussten alles mit ansehen.

Mit schweren Verbrennungen musste die 30-Jährige mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden, wie die Polizei in Regensburg am Montag berichtete. Mittlerweile sei sie außer Lebensgefahr.

Sowohl der Mann als auch die beiden Kinder des früheren Paars erlitten leichtere Verletzungen. Sie wurden ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den 32-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Er wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

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Kinder bekamen heißes Öl ab

Der Tatverdächtige hatte zunächst angegeben, mit einem Topf voll heißem Speiseöl gestolpert zu sein und das Öl versehentlich über die Frau geschüttet zu haben. Auch die beiden Kinder, die sich in unmittelbarer Nähe ihrer Mutter befanden, seien dabei verletzt worden.

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Im Lauf der Ermittlungen ergaben sich laut Polizei jedoch Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tat. Deshalb wurde der Mann festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ am Wochenende Untersuchungshaftbefehl unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes sowie der schweren Körperverletzung. Das Opfer war demnach am Montag noch nicht vernehmungsfähig.