Ein Kind wurde geimpft (Symbolbild). Mona Wenisch/dpa

Mehreren Kindern wurde am Sonntag der Impfstoff von Moderna gespritzt, obwohl für sie bisher nur das Mittel von Biontech zugelassen ist. „Die Eltern der betroffenen Kinder wurden sofort über den Vorfall informiert“, teilte der Kreis mit. Ort des Vorfalls ist ein Impfzentrum des Kreises Olpe in Nordrhein-Westfalen. Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall bei der Polizei angezeigt worden. Der Fehler sei der impfenden Medizinischen Fachangestellten selbst aufgefallen, wie es hieß. Um wie viele Kinder es geht, wurde nicht mitgeteilt.

Kinder zeigten keine Auffälligkeiten

Bei den Kindern, die das Mittel von Moderna bekamen, seien zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums zunächst keine Auffälligkeiten festzustellen gewesen. Das Impfzentrum habe die Fehlleistung der Fachangestellten zum Anlass genommen, sämtliche Abläufe und Kinderimpfungen noch einmal zu überprüfen. „Sollten dabei weitere Fälle festgestellt werden, werden die Eltern davon in Kenntnis gesetzt“, hieß es.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte im November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Die Kinder sollen von dem Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen. Der Moderna-Impfstoff Spikevax ist bisher in der EU zugelassen für Menschen ab zwölf Jahren. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission für Menschen unter 30 ausschließlich die Impfung mit dem Mittel von Biontech.