In der Schwäbischen Alb hat am Sonnabend die Erde gebebt.
In der Schwäbischen Alb hat am Sonnabend die Erde gebebt. imago/Arnulf Hettrich

Die Schwäbische Alb ist am Sonnabend von einem kräftigen Erdbeben erschüttert worden. Das Beben hatte eine Stärke von 4,1 auf der Richterskala, sein Epizentrum lag nahe der Stadt Hechingen im Zollernalbkreis, wie das baden-württembergische Innenministerium in Stuttgart mitteilte.

Landesamt stuft Beben als „mäßig stark“ ein

Die Erdstöße seien im Umkreis von etwa 50 Kilometern rund um die 20.000-Einwohner-Stadt zu spüren gewesen. Das Landesamt für Geologie stufte das Beben als „mäßig stark“ ein; leichte Schäden seien nicht auszuschließen.

Ob es bei dem Beben, das sich um 13.47 Uhr ereignete, tatsächlich zu Schäden kam, war zunächst unklar. Die Region um das Epizentrum ist vergleichsweise dünn besiedelt. Der Zollernalbkreis hat eine Bevölkerungsdichte von weniger als 300 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: Im Main-Taunus-Kreis in der Nähe von Frankfurt am Main sind es mehr als 1000 Einwohner pro Quadratkilometer.

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Schwäbische Alb gilt als tektonisch unruhig

Die Schwäbische Alb ist als eine tektonisch unruhige Zone bekannt, immer wieder bebt hier die Erde. Im September 1978 hatte es in der Region ein starkes Beben gegeben, das schwere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur hinterließ. Das damalige Beben hatte eine Stärke von 5,7 auf der Richterskala. Zuvor hatte es in der Region bereits am 28. Mai 1943 und am 16. November 1911 Erdbeben der Stärke 5,6 (1943) beziehungsweise 6,1 (1911) gegeben. Das Beben von 1911 war eines der stärksten, die es in Deutschland seit Beginn der Geschichtsschreibung gegeben hat.

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In unmittelbarer Nähe der Stadt Hechingen verläuft der Hohenzollerngraben, ein geologischer Graben von mehr als 30 Kilometer Länge und rund 1,5 Kilometer Breite, der vor etwa 15 Millionen Jahren im Zusammenhang mit der Auffaltung der Alpen entstand.