Der unerwartete Schneesturm traf am Freitagabend den Alpenpass Col du Glandon östlich der Stadt Grenoble. (Symbolbild). Foto: imago images/Action Pictures

Tausende Schafe sind nach starkem Schneefall von einem Bergpass in den französischen Alpen gerettet worden. Am Sonntag und Montag seien jeweils rund tausend Schafe von den Weiden geholt worden, teilte ein Behördenvertreter der ostfranzösischen Gemeinde Saint-Colomban-des-Villards am Montag mit. Die restlichen 5000 Schafe sollen in den nächsten Tagen abgeholt werden.

Der unerwartete Schneesturm traf am Freitagabend den Alpenpass Col du Glandon östlich der Stadt Grenoble. Dabei fiel bis zu 50 Zentimeter Neuschnee auf die Weiden –wo Schafe normalerweise bis Ende Oktober grasen.

Damit die Tiere bis zu ihrer Rettung nicht verhungern, brachten die Behörden am Wochenende sechs Tonnen Futter zu den Schafen. Schneemobile hatten dafür die zunächst unpassierbaren Wege geräumt.

Nach Angaben des Stadtverordneten Christian Frasson-Botton haben die Tiere inzwischen auch wieder Gras gefunden, da der Wind den Schnee von einigen Hängen abgetragen habe. „Wir sind nicht mehr in einer Notlage, aber das könnte sich wieder ändern, da das Wetter in den Bergen schnell umschlägt“, sagte Frasson-Botton.

Er fügte hinzu, dass die am Wochenende gefallene Menge an Neuschnee außergewöhnlich sei: „Die Dorfbewohner sagen, es sei die größte Menge seit 1974 gewesen.“