Am Landgericht Neubrandenburg beginnt an diesem Mittwoch der Prozess gegen den 31-jährigen Mann aus Pasewalk (Vorpommern-Greifswald). Foto: Friso Gentsch/dpa

Am Landgericht Neubrandenburg beginnt an diesem Mittwoch ein Prozess wegen Totschlags gegen einen 31-jährigen Mann aus Pasewalk (Vorpommern-Greifswald). Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Beschuldigte im Mai 2020 einen Bekannten vor einem Mehrfamilienhaus in der Pasewalker Oststadt erstochen. Die Männer, die sich gekannt hätten, sollen sich zunächst gestritten haben. Daraufhin habe der Beschuldigte ein Messer mit einer 19 Zentimeter langen Klinge aus seiner Wohnung geholt.

Kurz darauf soll der Verdächtige sein Opfer geschlagen und auf ihn eingestochen haben. Der 42 Jahre alte Mann starb noch am Tatort. Der Verdächtige wurde nach Hinweisen festgenommen.

Der Beschuldigte hatte den Angriff bei einer Vernehmung als „Spontantat“ bezeichnet. Das genaue Motiv sei aber noch nicht klar, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Er soll nach Einschätzung eines Gutachters wegen starken Alkoholgenusses „vermindert schuldfähig“ sein. Ihm droht bei einer Verurteilung wegen Totschlags eine Freiheitsstrafe zwischen 5 und 15 Jahren. Bislang ist nach Angaben des Gerichts nur ein Prozesstag geplant.