Gestrandete Lkw auf der A635 bei Greenfield im Raum Manchester am Morgen.  imago

Mindestens zwei Todesopfer, zehntausende Haushalte ohne Strom und auf winterlichen Straßen feststeckende Fahrzeuge: Das nördliche Großbritannien ist von einem schweren Wintersturm getroffen worden. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, starb ein Mann in Nordirland, als am späten Freitagabend ein Baum auf sein Auto stürzte. Ein weiterer Mann wurde im Nordwesten Englands von einem Baum erschlagen. Die Wetterbehörde gab wegen des Sturmtiefs „Arwen“ eine ungewöhnliche Warnung der Alarmstufe rot aus. Es handelt sich dabei um Ausläufer des Tiefs Andreas, das auch in Deutschland in den kommenden Tagen Schneeregen und Schneefälle verursacht.

„Die Menschen sollten den Küsten fernbleiben, da durch Flutwellen Lebensgefahr besteht“, warnte die Behörde. Das Tief brachte Windgeschwindigkeiten von knapp 160 Stundenkilometern mit sich. Nach Angaben des Strombetreibers für Nordengland waren mehr als 55.000 Kunden in der Region ohne Strom. In Schottland waren am Samstag noch rund 75.000 Haushalte ohne Strom.

Straßen wegen herumliegender Teile gesperrt

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Nördlich von Newcastle wurden Schnellzug-Verbindungen unterbrochen, in Schottland mussten Straßen wegen herumliegender Teile gesperrt werden. Auch dort waren Eisenbahnverbindungen unterbrochen, unter anderem zwischen Edinburgh und Glasgow.

Vielerorts gab es Verkehrsbehinderungen aufgrund von Schneefällen und umgestürzten Bäumen. Viele Autofahrer mussten nach Polizeiangaben und Berichten in Onlinenetzwerken die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund 120 Lastwagen blieben zwischen Manchester und Leeds im Schnee stecken.

Zwar ließ der Sturm am Sonnabendmorgen etwas nach, die Behörden warnten aber weiterhin vor schwierigen Wetterbedingungen und rieten von nicht notwendigen Reisen ab.