In einem Club kommen sich Menschen nahe.  Paulus Ponizak (Symbolbild)

Berlin will 2G-Zugangsbeschränkungen für Clubs und Kneipen ermöglichen, um Geimpfte und Genesene vor Corona-Infektionen zu schützen. Doch nun haben sich trotz solcher Beschränkungen in einem Club in Münster (NRW) vergangene Woche mindestens 26 Menschen mit Corona infiziert, hauptsächlich Mittzwanziger.

Dabei handele es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Impfdurchbrüche und Ansteckungen von bereits Genesenen, berichtete die Stadt Münster am Donnerstag. 20 Infizierte wohnten in Münster. Ein Mitarbeiter des Clubs sei ebenfalls positiv getestet worden.

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Die Stadt rechnet damit, dass noch weitere Infektionen bekannt werden. Die Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt laufe auf Hochtouren. Zahlreiche Kontakte müssten nun einen PCR-Test vorlegen. „Die genaue Anzahl der engen Kontaktpersonen ist noch unklar“, hieß es.

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Weitere Corona-Übertragungen nicht auszuschließen

Der Eintritt zu der Party am 3. September sei in verschärfter 2G-Regelung erfolgt: „Alle Gäste waren nach Eigenangabe geimpft oder genesen“, so die Stadt. Auf die Infektion aufmerksam geworden seien die Betroffenen aufgrund milder Symptome oder durch eine Meldung ihrer Corona-WarnApp auf dem Smartphone.

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Die Impfung schütze zwar vor einer schweren Erkrankung, eine Ansteckung und weitere Übertragungen seien hingegen nicht auszuschließen, betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.