Der Kelten-Goldschatz aus dem Museum in Manching.
Der Kelten-Goldschatz aus dem Museum in Manching. dpa

Dieser Fall wird Wellen schlagen: In Manching im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen wurde in der Nacht zu Dienstag ein millionenschwerer Goldschatz aus dem „Kelten&Römer“-Museum gestohlen. Das Landeskriminalamt (LKA) in Bayern hat die Ermittlungen aufgenommen.

Manching: In der Nacht zu Dienstag wurde der Goldschatz geraubt

Über den Fall des Kelten-Goldes berichteten die Süddeutsche Zeitung, sowie mehrere lokale Medien. Laut Polizei hätten Mitarbeiter des Museums am Dienstagmorgen bemerkt, dass es einen Einbruch gegeben hatte. Da bei allen Fällen, bei denen es um Kunstgegenstände geht, die mehr als 3000 Euro wert sind, das Landeskriminalamt eingeschaltet wird, hat es auch in diesem Fall die Ermittlungen übernommen. Der Keltenschatz übersteigt diesen Wert um Längen. Experten gehen von einem Millionenwert aus.

Der Goldschatz besteht aus 450 Münzen gilt laut dem Kelten-Römer-Museum als größter keltischer Goldfund des 20. Jahrhunderts. Er war im Sommer 1999 bei Grabungen auf dem Gebiet von Manching freigelegt worden.

Das Museum ist seit dem Vorfall gesperrt. Die Ermittler hätten zunächst Spuren gesichert, die Ermittlungen laufen an. Zu Hintergründen der Tat oder gar den Tätern können die Ermittler noch keine Angaben machen. 

Im März 2ß17 machte der spektakuläre Raum der 100 Kilogramm schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Berliner Bode-Museum für Aufsehen. Zwei Männer, die aus polizeibekannten arabischen Großfamilien stammen, wurden bereits rechtskräftig zu Haftstrafen verurteilt, die Münze wird aber wohl niemals wieder auftauchen. Experten gehen davon aus, dass sie zerstückelt und verkauft wurde.

LKA: Kein Zusammenhang mit durchtrennten Glasfaserkabeln

Erst Stunden zuvor war der Ort Manching bereits einmal über die Nachrichtenticker gelaufen: In einem Technikraum der Deutschen Telekom wurden mutwillig mehrere Glasfaserkabel durchtrennt. Einen Zusammenhang gibt es laut LKA aber nicht.