Nach der vorübergehenden Schließung der nordrhein-westfälischen Bäckereikette Hosselmann wegen Mäusen in der zentralen Produktionsstätte haben am Montag alle gut 200 Filialen wieder geöffnet. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Nach der vorübergehenden Schließung der nordrhein-westfälischen Bäckereikette Hosselmann wegen Mäusen in der zentralen Produktionsstätte haben am Montag alle gut 200 Filialen wieder geöffnet. Sie hätten allerdings zunächst nur ein eingeschränktes Sortiment angeboten, sagte der geschäftsführende Inhaber der Bäckerei, Martin Hosselmann. Das werde wohl auch am Dienstag noch so bleiben. „Wir haben zahlreiche Auflagen, wir reinigen und desinfizieren jedes Blech.“ Der Schaden sei erheblich und liege vermutlich im siebenstelligen Bereich, sagte Hosselmann. Die Großbäckerei beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter.

Die Stadt Hamm hatte den Betrieb am Donnerstag dicht gemacht. Das Lebensmittelüberwachungsamt habe bei einer Kontrolle „einen akuten Schädlingsbefall“ festgestellt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Der Vorfall betraf den Angaben zufolge ausschließlich die Produktionsstätte in Bockum-Hövel. „Offenbar waren durch die laufenden Arbeiten bei der Betriebsumstellung und einen Maschinentausch Mäuse in die Backstube gelangt“, teilte das Unternehmen mit. Filialen von Hosselmann waren nicht von dem Nager-Befall betroffen.

An der Produktionsstätte seien nun bauliche Maßnahmen in Vorbereitung, um das Eindringen von Schädlingen zu verhindern. „Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden, denen wegen der kurzzeitigen Schließung nicht das vertraute Angebot zur Verfügung stand“, sagte Hosselmann.