Wenige Tage nach der Wiedereröffnung von Arundel Castle ist das königliche Schloss ausgeraubt worden. IMAGO / Joana Kruse

Dieser Millionen-Coup erschüttert England: Wenige Tage nach der Wiedereröffnung von Arundel Castle ist das königliche Schloss ausgeraubt worden. Mehr als eine Million Euro an historischen Schätzen wurden gestohlen. Darunter ein Satz „unersetzlicher“ goldener Rosenkranzperlen, die Maria Stuart zu ihrer Hinrichtung 1587 trug.

„Der Rosenkranz ist als Metall von geringem Wert, aber als Teil der Howard-Familiengeschichte und des Erbes der Nation ist er unersetzlich“, erklärte ein Sprecher von Arundel Castle. Auch einige Krönungsbecher, die Maria Stuart dem Earl Marshal einst geschenkt hatte, gehören zu den verschwundenen Schätzen. Auch andere Gold- und Silberschätze sind weg. Die  Gegenstände seien von „unbezahlbarer historischer Bedeutung“, erklärte der Sprecher.

Millionen-Diebstahl mit „unermesslich größerer und unbezahlbare historische Bedeutung“

Mitarbeiter des Schlosses wurden am Freitag-Abend gegen 22.30 Uhr auf den Einbruch aufmerksam, als plötzlich der Einbruchalarm ausgelöst worden war. Die Polizei sei innerhalb weniger Minuten am Tatort eingetroffen, sagte ein Sprecher der Sussex Police. Nach Angaben der Behörden wurde das Diebesgut „gewaltsam aus einer Vitrine entlang des öffentlichen Weges genommen.“

Rosenkranzperlen von Maria Stuart wurden aus Arundel Castle gestohlen. IMAGO / Andreas Neumeier

Die Polizei untersucht nun eine Limousine, die im nahe gelegenen Barlavington ausgebrannt gefunden wurde. Es besteht der Verdacht, dass sie mit dem Einbruch in Verbindung steht.

Der Sprecher der Arundel Castle sagte: „Die gestohlenen Gegenstände haben einen erheblichen Geldwert, aber als einzigartige Artefakte der Sammlung des Herzogs von Norfolk haben sie eine unermesslich größere und unbezahlbare historische Bedeutung.“