Der 93-jährige emeritierte Papst Benedikt XVI.  Foto: Daniel Karmann/dp

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (93) sieht sich als Opfer einer „bösartigen Verzerrung der Wirklichkeit“, wie er in der neuen Biografie „Benedikt XVI. – Ein Leben“ ausführt. „Der Spektakel an Reaktionen, der hernach von der deutschen Theologie kam, ist so töricht und so bösartig, dass man lieber nicht davon spricht. Die eigentlichen Gründe dafür, dass man einfach meine Stimme ausschalten will, möchte ich nicht analysieren“, sagt er mit Blick auf Reaktionen auf seinen Beitrag über das Verhältnis von Christentum und Judentum für die Zeitschrift „Communio“ im Jahr 2018. Die Biografie von Autor Peter Seewald kam diesen Montag auf den Markt.

Kritiker werfen Benedikt vor, sich wie eine Art „Schattenpapst“ zu verhalten. Besonders laut wurde diese Kritik, als im vergangenen Jahr ein Beitrag von ihm in einem Buch von Kardinal Robert Sarah über den Zölibat erschien.

Lesen Sie auch: „Urbi et Orbi“: Papst feiert Ostern in fast leerem Petersdom >>

„Die Behauptung, dass ich mich regelmäßig in öffentliche Debatten einmische, ist eine bösartige Verzerrung der Wirklichkeit“, betont der 93-Jährige. Benedikt hat nach eigenen Angaben eine sehr gute Beziehung zu seinem Nachfolger Franziskus. „Wie Sie wissen, ist die persönliche Freundschaft mit Papst Franziskus nicht nur geblieben, sondern gewachsen.“