Immer weniger Menschen lassen sich derzeit gegen das Coronavirus impfen. dpa/Sebastian Gollnow

Viele Ausreden gibt es aktuell nicht für Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. In Berlin standen die Impfzentren zuletzt immer wieder still. Dennoch stagniert die Impfquote im Land, während die Infektionszahlen auch durch die gefährliche Delta-Variante immer weiter ansteigen. Klar, dass in dieser Situation Diskussionen aufkommen, ob es stärkere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte geben sollte. Die Mehrheit der Deutschen wäre jedenfalls dafür.

Corona-Impfung: Nur gut ein Viertel hält gleiche Regeln für sinnvoll

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 58 Prozent dafür aus, dass für Ungeimpfte strengere Corona-Regeln gelten sollten. 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Weitere 9 Prozent gaben an, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen.

Mit Blick auf Herbst und Winter gilt für bestimmte Innenräume wie Veranstaltungen und die Gastronomie bundesweit die sogenannte 3G-Regel: Zugang nur mit Nachweis als Geimpfter, Genesener oder negativ Getesteter. Im Gespräch ist aber auch die teils schon angewandte 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene.

Corona-Impfung: Vor allem Ältere wollen strengere Regeln für Ungeimpfte

Die Zustimmung hierzu steigt laut der Umfrage mit dem Alter. Demnach befürworten 71 Prozent der Befragten ab 60 Jahre strengere Regeln für Ungeimpfte – bei 18- bis 29-Jährigen sind es 36 Prozent. Dabei sind unter Älteren auch mehr Menschen bereits geimpft. Gleiche Regeln für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte treffen bei jüngeren Leuten bis 29 Jahre auf die höchste Zustimmung (49 Prozent). Unter Älteren ab 60 Jahren befürworten dies weniger als 20 Prozent.

Unterschiede gibt es laut der Umfrage auch regional: Strengere Regeln für Ungeimpfte unterstützen im Westen Deutschlands 60 Prozent der Befragten, im Osten 49 Prozent. Bei den Impfquoten liegen die meisten ostdeutschen Länder im Bundesvergleich hinten. Besonders Thüringen und Sachsen hängen hinterher. Dort sind erst 55 bzw. 52 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

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Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 2022 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 27. und 31. August befragt.