Elijah wäre in wenigen Tagen vier Jahre alt geworden. Jetzt ist er tot.  Foto: Miami-Dade Country Police Department

Die Polizei in Florida hat nach tödlichen Schüssen auf einen Dreijährigen während dessen Geburtstagsfeier Mordermittlungen aufgenommen. Der Junge namens Elijah sei am Sonnabendabend in einem Vorort von Miami mutmaßlich von einer irregeleiteten Kugel getroffen worden, als Unbekannte vor seinem Haus das Feuer mit halb automatischen Waffen eröffnet hätten, teilte die Polizei von Miami-Dade mit. Das Kleinkind sei ins Krankenhaus gebracht worden, dort aber seinen schweren Verletzungen erlegen.

Elijahs Familie sagte örtlichen Medien, ihr Sohn habe am Sonnabend gemeinsam mit einem anderen Kind seinen Geburtstag gefeiert. Demnach wäre der Junge in wenigen Tagen vier Jahre alt geworden. Auf einem Video von der Feier waren spielende Kinder in einem Pool zu sehen.

Wahllos auf Menschen geschossen – bis Elijah starb

Die Tragödie ereignete sich kurz nach 20 Uhr. Demnach fuhr der mit einem halb automatischen Gewehr bewaffneter Schütze an dem Vorstadthaus in Miami vorbei, teilte die Polizei in einer Erklärung mit. Elijah, das Geburtstagskind, stand vor der Tür des Hauses, während seine Eltern und andere Familienmitglieder nach der Party den Vorgarten säuberten.

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Nach Polizeiangaben wurde bei dem Vorfall auch eine 21-Jährige durch Schüsse verletzt. Insgesamt fand die Polizei am Tatort mehr als 60 Kugeln vor.

„Ich bin komplett entsetzt, ich bin angewidert“, sagte Polizeichef Alfredo Ramirez III. Auch sein Kollege Kevin Thelwell, der die Ermittlungen leitet, ist geschockt: „Das ist verabscheuungswürdig. Das waren Schützen, das waren Feiglinge, die einem dreijährigen Kind das Leben genommen haben.“

In diesem Vorgarten eines Vorstadthauses in Miami feierte der Junge seinen Geburtstag. Screenshot

„Ich habe zwei eigene Söhne“, fügte er hinzu. „Ich kann mir nicht vorstellen, was die Eltern gerade durchmachen. Wir bitten um die Hilfe der Gemeinde.“ Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 15.000 Dollar (12.400 Euro) ausgesetzt.

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