Eine FFP2-Maske mit Prüfsiegel und Ziffer. Foto: AFP/Ina Fassbender

Es ist also beschlossene Sache: Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr reichen Alltagsmasken künftig nicht mehr aus: Wegen der grassierenden Corona-Mutation soll es eine Tragepflicht für Medizinische Masken – also FFP2, eine nach dem chinesischen NK95-Standard oder einfache OP-Masken – geben. Vor allem den Bedarf an FFP2-Masken zu decken, könnte zu Problemen wie einem Preisanstieg führen, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) schon im Vorfeld warnte. 

Der Kurs für die nun begehrten FFP2-Masken fährt ohnehin seit Jahresbeginn Achterbahn. Als die Pandemie im März nach Deutschland schwappte, erlebten die Preise einen Höhenflug. Der Einkaufswert stieg im Laufe weniger Tage von 45 Cent auf mehr als 13 Euro wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aufgrund gemeinsamer Recherchen ermittelten. Inzwischen hat sich der Verkaufspreis rund um drei Euro pro Maske eingependelt. Doch dabei soll es eben nicht bleiben. 

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„Eine denkbare FFP2-Maskenpflicht für alle Bundesbürgerinnen und -bürger würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte“, sagte die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening noch vor dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstagabend der Rheinischen Post. Dabei sei die Produktion zuletzt deutlich hochgefahren worden. Die Apotheken versuchen sich nichtsdestotrotz auf die Situation einzustellen. „Bislang haben es die Apotheken in einem großen Kraftakt geschafft, viele Millionen FFP2-Masken für weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit Berechtigungsschein zu beschaffen - und sind zuversichtlich, dies auch weiterhin zu bewältigen“, so Overwiening.

Dem versuchte die Bundesregierung offenbar damit entgegenzuwirken, dass neben FFP2-Masken auch einfache OP-Masken, wie sie die meisten aus Zahnarztpraxen oder aus Krankenhäusern kennen, zugelassen sind. Denn man kann schlecht Menschen dazu zwingen, eine Maske, die nicht länger als insgesamt acht Stunden getragen werden sollte, für drei Euro zu kaufen, ohne sie staatlich zu fördern. Zudem sind diese OP-Masken nicht nur deutlich günstiger (oft kostet ein 50er-Pack nur wenige Euro), sondern auch leichter zu bekommen.

So erkennen Sie eine echte FFP2-Maske

Beim ganz günstigen Angeboten für FFP2-Masken sollten Verbraucher zudem ganz genau hinschauen, ob sie auch ein echtes und geprüftes Produkt in den Händen halten, dass sie auch wirklich vor Viren schützt. Einen wichtigen Hinweis darauf gibt das CE-Kennzeichen. Dieses dürfen nur Produkte tragen, die verschiedene Prüfvorgaben der EU erfüllen. Unter anderem wird geprüft, wie dicht die Maske sitzt und wie gut die Filterleistung ist. FFP2-Masken müssen demnach mindestens 94 Prozent der Partikel in der Umgebungsluft auffangen.

Diese Maske hat das CE-Logo. Die Prüfziffer 2834 zeigt an, dass die irische Prüfanstalt CCQS Certification Services Limited die Masken geprüft hat. Foto: imago images/Anna Rauchenber

Neben dem CE-Symbol muss dann auch noch eine vierstellige Nummer stehen, die für die Prüfstelle steht, die die Maske getestet hat. Durch eine Internetsuche lässt sich herausfinden, ob diese Nummer zu einer Prüfstelle gehört - oder vielleicht nur eine ausgedachte Zahl ist.

Wichtig: Beim Aufsetzen sollten Sie darauf achten, dass die Maske fest im Gesicht sitzt, damit keine Luft daran vorbeiströmen kann. Denn auch eine noch so gute FFP2-Maske hilft nicht, wenn laufend daran vorbeigeatmet wird.