Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa/Robert Michael

Je länger die Corona-Pandemie dauert, umso unzumutbar scheinen einigen Menschen selbst so harmlose Regeln wie die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln zu werden. Immer öfter ist von Fällen gelesen, in den Maskenverweigerer zu Gewalt greifen. So nun auch in Hessen.

Im aktuellen Fall hat ein Mann auf einer Zugfahrt von Frankfurt am Main nach Gießen zwei Frauen wüst attackiert. Nach Angaben der Bundespolizei vom Mittwoch hatten die 24 und 28 Jahre alten Frauen den Fahrgast kritisiert, weil er nicht wie vorgeschrieben eine Mund-Nase-Bedeckung im Zug getragen habe. Als Reaktion darauf soll er die ältere der beiden Frauen ins Gesicht gespuckt und ihre Begleiterin körperlich angegriffen haben. 

Als Bundespolizisten den 30 Jahre alten Mann nach seiner Ankunft in Gießen mit in das Revier der Bundespolizei genommen hatten, sei er auf zwei Beamte losgegangen. Ein Polizist habe dabei leichte Verletzungen erlitten. Schließlich sei der Mann am Dienstagabend überwältigt und gefesselt worden. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung in die Wege geleitet. Der Mann, der bei der Behörde bekannt ist, kam später wieder auf freien Fuß.