Ein deutsches Taxi (Symbolbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Eigentlich ist es so einfach: Wo ich hingehe, bedecke ich meinen Mund und meine Nase, um das Ansteckungsrisiko für andere zu minimieren. Und ganz nebenbei schütze ich sogar noch mich selbst ein kleines Bisschen. Denn selbst eine einlagige Stoffmaske vor dem Mund lässt eben weniger durch, als gar kein Stück Stoff. Doch offenbar haben das noch immer nicht alle Menschen begriffen, wie ein Fall aus Kanada zeigt.

Wie auch in Deutschland gilt für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch Taxis eine Maskenpflicht für Fahrgäste. Ein betrunkener Mann in der Provinz British-Columbia wollte sich in der Silvesternacht aber so gar nicht an die Vorschrift halten. Doch der hatte sich für sein renitentes Verhalten den falschen Taxifahrer ausgesucht.

Wie die örtliche Polizei berichtet, sei der Mann bereits ziemlich betrunken gewesen, als er ins Taxi gestiegen war. Eine Maske trug er dabei nicht, sondern beugte sich immer wieder nach vorne und berührte den Fahrer sogar im Gesicht. Doch auch nach mehreren Aufforderungen hielt sich der betrunkene Maskenverweigerer nicht an die Corona-Regeln. 

Der Fahrer meldete das Verhalten der Polizei, doch anstatt auf die eintreffenden Beamten zu warten, fuhr er den bockigen Fahrgast gleich höchstpersönlich zur nächsten Wache. Auch dort fiel der Mann nicht gerade durch kooperatives Verhalten auf. Er widersetzte sich den Anweisungen der Polizisten und musste die Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen. Die Rechnung für das kindische Verhalten vor der Taxifahrt gabs am nächsten Morgen: 690 Kanadische Dollar (umgerechnet 440 Euro) - unter anderem wegen Missachtung der Corona-Regeln. 

In Kanada haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie laut worldometer.info mehr als 625.00 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 16.000 Menschen sind an den Folgen gestorben. Seit einigen Wochen vermeldet Kanada immer wieder neue Höchststände. Zuletzt wurden erstmals mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag erfasst.