Bestatter transportieren unter Aufsicht der Polizei eine Leiche vom Tatort in Hamburg ab. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Ein 28-Jähriger soll in Hamburg erst seine Freundin und dann seine Mutter getötet haben. Die Leichen der beiden Frauen waren noch in seiner Wohnung, als er am Wochenende festgenommen wurde. Nun sitzt der Mann in U-Haft.

Der Fall kam überhaupt nur ans Licht, weil der Ehemann der Mutter besorgt war, dass seine Frau von einem Besuch bei ihrem Sohn nicht zurückgekehrt war und auch nicht auf seine Anrufe reagierte. Nachdem der Sohn sich in einem Telefonat in Widersprüche verstrickt hatte, fuhr der Ehemann mit seinem zweiten Sohn zusammen zur Adresse des 28-Jährigen. Als sie dort das Auto der Mutter (53) entdeckten, riefen sie die Polizei.

Der Verdächtige öffnete den Beamten die Tür und ließ sich widerstandslos festnehmen. Neben der Leiche der Mutter fanden die Polizisten auch die Leiche einer zunächst nicht identifizierten Frau. Wie der NDR nun berichtet, soll es sich bei der Toten um die 24 Jahre alte Lebensgefährtin des 28-Jährigen handeln. Sie soll schon seit mehreren Tagen tot sein. Der Sender berichtet weiter, dass die Ermittler offenbar davon ausgehen, dass der Verdächtige seine Mutter mit mehreren Messerstichen getötet hat, um das erste Tötungsdelikt zu verdecken.

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Neben den beiden Leichen fand die Polizei in der Wohnung zahlreiche Blutspuren und das Tatmesser. Ein Haftrichter erließ inzwischen einen Haftbefehl wegen des Verdachts zweier Tötungsdelikte. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Über ein mögliches Motiv konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Wohl auch, weil der Verdächtige bislang jede Aussage verweigert.