Ein Opa hält die Hand seines Enkels (Symbolfoto). Foto: Imago/Westend61

Ein 82-jähriger Mann ist nach der Erstimpfung gegen Corona in Bayern gestorben. Der Mann litt offiziellen Angaben zufolge an schwersten Vorerkrankungen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Gelände eines Impfzentrums in Würzburg. Die Polizei sei informiert und auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden, teilte der Landkreis Würzburg mit. Nach offiziellen Angaben wurde dem Mann der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht.

Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Christoph Zander, sagte, der später Verstorbene sei am Abend des 11. März in Begleitung von Angehörigen zum Erstimpfungs-Termin gekommen. „Die Impfung selbst verlief ohne Zwischenfälle, auch in der nachfolgenden Überwachung zeigte sich der Mann unauffällig“, so Zander weiter. Der Mann sei zunächst selbständig zum Auto zurückgegangen. Hier habe er dann gesagt, dass es „ihm nun schlechter ginge“.

Leiter des Impfzentrums: Kontakt zu seinen Enkeln fehlte dem Mann sehr

Eine hinzugerufene Notfallärztin des Impfzentrums fand den 82-Jährigen kurz darauf leblos vor. Gemeinsam mit Angehörigen brachte sie den Mann in einen Notfallraum. Der ärztliche Leiter des Impfzentrums weiter: „Aufgrund seiner Patientenverfügung, die Reanimationsmaßnahmen ausschließt, entschieden sich die Angehörigen gegen wiederbelebende Maßnahmen.“

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Nach Angaben von Zander habe der Patient „an schwersten, lebensbedrohlichen Vorerkrankungen“ gelitten. Er habe im Beratungsgespräch den „dringenden Wunsch nach einer Impfung“ geäußert, um „wieder mehr Normalität im Alltag leben zu können. Insbesondere der Kontakt zu seinen Enkeln fehlte ihm sehr.“