Eine große Betonplatte einer Lärmschutzwand ist auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt und hat eine Autofahrerin getötet. Foto: Daniel Evers/WupperVideo/dpa

Die mangelhafte Konstruktion von Lärmschutzwänden an der Autobahn 3 bei Köln in Nordrhein-Westfalen war bereits 2008 bekannt. Das teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Mittwoch mit. Auf dem vielbefahrenen Kölner Ring war vor rund zwei Wochen eine Frau in ihrem Wagen von einer tonnenschweren Betonplatte erschlagen worden. Die Platte war aus der Schallschutzmauer heraus auf das Auto der Kölnerin (66) gestürzt. Bei der Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass die Platte fehlerhaft befestigt worden war.

Der Landesbetrieb teilte mit, im Abnahmeprotokoll von 2008 für das Bauwerk sei die „improvisierte Konstruktion als Mangel aufgeführt“ worden. Sie sei „nur unter dem Vorbehalt eines statischen Nachweises abgenommen“ worden. Dieser sei trotz mehrfacher Aufforderung nicht erbracht worden. Die Baufirma sei mittlerweile insolvent.