Frauen heimlich auf der Toilette gefilmt: Die Zahl der Opfer könnte in die Tausende gehen.
Frauen heimlich auf der Toilette gefilmt: Die Zahl der Opfer könnte in die Tausende gehen. imago (Symbolbild)

Was für eine miese Masche! Die Barszene der Urlaubsinsel Mallorca steht schon seit einiger Zeit in Verruf: Minderjährige, die leichtbekleidet Gäste in Lokale locken, Suff-Tourismus, und nun das: Mitten auf der Inselhauptstadt hat die Polizei eine Bar hochgenommen, in der eine unüberschaubare Zahl von Frauen heimlich auf der Toilette gefilmt wurden. Die Polizei spricht von 44 Speicherkarten Material, jeweils 32 Gigabyte voller Aufnahmen: rund 5000 Videos sollen dabei entstanden sein. Die Zahl der Opfer sei unüberschaubar.

Raffinierter Trick: Hochmoderne Kameras mit Bewegungsauslöser in Mineralwasser-Flaschen

Am Mittwoch informierte die Polizei laut der Zeitung „Diario de Mallorca“, der mutmaßliche Täter sei unter dem Vorwurf festgenommen worden, Dutzende von Frauen heimlich auf der Toilette seiner Bar gefilmt zu haben. Der 42-Jährige habe den Erkenntnissen zufolge in seinem Etablissement in der mallorquinischen Hauptstadt Palma in den vergangenen zwei Jahren mindestens 38 Frauen gefilmt, berichtete am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei der spanischen Urlaubsinsel. Die tatsächliche Opferzahl liegt jedoch um ein Vielfaches höher.

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Um die Aufnahmen herzustellen, habe er zwei kleine und hochmoderne Kameras in Attrappen von Mineralwasser-Flaschen versteckt, hieß es. Die Apparatur sei sehr raffiniert und teuer gewesen, so die Polizei.

Frauen heimlich auf Toilette in Mallorca gefilmt: So flog der miese Trick auf

Das Ganze sei nur deshalb aufgeflogen, weil eine Kundin eine der durch Bewegung aktivierten Kameras entdeckt und die Polizei sofort alarmiert habe. Bei der Analyse der Speicherkarte der Kamera seien Aufnahmen von 38 verschiedenen Frauen gezählt worden. Auf den Videos sei zudem immer wieder ein und derselbe Mann zu sehen, der das korrekte Funktionieren des Geräts überprüft. Der Spanier sei einer der Betreiber der Bar. Er sei am Dienstag festgenommen worden.

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In der Kneipe und in der Wohnung des Mannes seien inzwischen weitere 44 Speicherkarten sichergestellt worden, die aber noch nicht analysiert worden seien. Diese könnten bis zu 5000 Video-Aufnahmen enthalten. Eine Identifizierung der Opfer werde äußerst schwer sein, da von den meisten Frauen nur die untere Körperhälfte zu sehen sei. Es gebe unterdessen noch keine Indizien dafür, dass der Täter die Aufnahmen mit Dritten geteilt oder etwa im Netz veröffentlicht habe.