Strand auf Mallorca Foto: imago images/Thomas Reiner

Seit Ende August gilt wegen der Corona-Pandemie ein nächtliches Besuchsverbot an den Stränden auf Mallorca. Zur Durchsetzung dieser Maßnahme setzt die Polizei nun einen Hubschrauber gegen renitente Badegäste ein.

Der Polizeihubschrauber flog am Wochenende abends im Tiefflug über Strände, damit die Gäste diese um 21 Uhr verlassen, berichtete die Zeitung „Diario de Mallorca“ berichtete. „Räumen Sie die Strände“, forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. Videos zeigten, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen.

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Die Regionalregierung der Balearen hatte Ende August wegen wieder stark steigender Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen auf den Inseln Mallorca, Ibiza und Formentera verschärft. Dazu gehört auch die nächtliche Schließung von Stränden und Parks zwischen 21 und 7 Uhr. Auch Diskotheken, Nachtbars und Tanzsäle sind geschlossen. Nächtliche Trinkgelage dürfen nicht mehr stattfinden, Partyboote nicht mehr auslaufen. Restaurants müssen um spätestens 1 Uhr nachts schließen. Für verbotene Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen droht ein Bußgeld zwischen 100 und 3000 Euro. Es gilt ein generelles Rauchverbot im öffentlichen Raum, auch wenn ein Sicherheitsabstand von zwei Metern möglich ist. Verstöße werden auch hier mit einem Bußgeld von 100 Euro geahndet. Über weitere Maßnahmen wie etwa lokale Ausgangsbeschränkungen soll ab Montag entschieden werden.

Deutsche können zwar weiterhin auf die beliebte Ferieninsel reisen. Das Robert Koch-Institut hat jedoch ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt und das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen dorthin.