Der Sommer-Urlaub auf den Baleraren wird 2020 wohl ausfallen müssen.  Foto: imago images

Schlechte Nachrichten für Urlauber: Nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die spanische Hauptstadt und das Baskenland gilt nun auch die spanische Inselgruppe der Balearen als Risikogebiet. Das entschieden die beteiligten Bundesministerien, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Damit ist auch die Lieblinginsel der Deutschen – Mallorca – betroffen. Nach aktuellem Stand ist nun ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Die einzige Ausnahme bilden dabei die Kanaren.

Nach offiziellen Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde gibt es zurzeit mehr als 1500 Corona-Fälle auf den Balearen mit insgesamt etwa 1,15 Millionen Einwohnern. In den vergangenen 24 Stunden wurden 264 Neuinfektionen registriert.

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Auf der Inselgruppe ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 80,21 gestiegen. Am Donnerstag hatte der Wert noch 66,81 betragen, am Mittwoch 55,42. Somit liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nun schon den dritten Tag in Folge über dem kritischen Grenzwert von 50.

Eine Reisewarnung zieht schwerwiegende Konsequenzen für die Tourismusindustrie mit sich: Pauschalreisen werden abgesagt. Kunden haben daraufhin die Wahl zwischen einem Gutschein oder einer Geld-Rückerstattung. Urlauber, die zum Zeitpunkt der Warnung in der betroffenen Region sind, können die Reise abbrechen und werden vom Veranstalter zurückgebracht.

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Trotz einer Reisewarnung finden Individualreisen weiter statt, allerdings müssen Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten einen Corona-Test machen und sich bis zum Ergebnis in Quarantäne begeben.