Mailand: Feuer und Rauchschwaden hüllen das Hochhaus ein. dpa/Vigili del Fuoco

Großalarm in Mailand. In der italienischen Metropole war am Sonntagabend ein 20-stöckiges Hochhaus in Flammen aufgegangen. Zuerst hätten sich die Flammen auf den oberen Etagen ausgebreitet und seien dann nach unten gewandert, erklärte die Feuerwehr. Zum Glück gab es keine Toten. Etwa 20 Menschen erlitten  Rauchgasvergiftungen.

Rund 20 Menschen konnten ohne Probleme aus dem Hochhaus in einem Mailänder Außenbezirk entkommen. Die Feuerwehrleute brachen Tür um Tür auf, um zu sehen, ob noch Menschen in dem Haus seien. Stunden nach dem Ausbruch des Feuers meldeten die Einsatzkräfte, dass der Brand unter Kontrolle sei.

Bilder zeigen, wie die Fassade des gesamten Hauses in dichten schwarzen Rauch gehüllt ist. „Wir haben Rauch gerochen und sind sofort geflüchtet“, sagte eine Bewohnerin. Eine andere Augenzeugin erzählte, dass Paneele an den Wänden „wie Butter“ geschmolzen seien.

Feuerwehr auch am Montag noch im Einsatz

Die Feuerwehr setzte die Löscharbeiten auch am Montag weiter fort. In den höheren Etagen seien noch Brandherde, teilte sie auf Twitter mit. Die gesamte Nacht über seien die Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Ein Video zeigte die verkohlte Fassade des mehrstöckigen Hochhauses in der norditalienischen Metropole. So etwas habe er in Mailand noch nie gesehen, sagte ein Feuerwehrkommandant der Nachrichtenagentur Ansa. Er halte es für möglich, dass die Fassade aus sehr brennbarem Material gebaut war.