Das zerstörte Haus im Zentrum von Madrid. Foto: AFP/Gabriel Bouys

Mindestens drei Menschen sind am Mittwoch bei einer Explosion in einem Gebäude im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid ums Leben gekommen. Man habe bereits die Leichen einer 85 Jahre alten Frau und eines noch nicht identifizierten Mannes geborgen, berichteten der spanische Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf Sprecher des Innenministeriums und der Feuerwehr. Nach bisherigen Erkenntnissen seien außerdem acht Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer, hieß es.

Wie TV-Bilder zeigten, stürzte die Fassade des sechsstöckigen Gebäudes mit der Hausnummer 98 der Straße Calle de Toledo - etwa 700 Meter südlich der Plaza Mayor - nahezu völlig ein. Es handele sich um ein Residenz- und Bürogebäude für Priester, hieß es. „Es war eine schreckliche Explosion, Trümmerteile flogen durch die Luft“, erzählte eine sichtlich mitgenommene Nachbarin im Fernsehen.

Die Ursache des Unglücks, das amtlichen Angaben zufolge gegen 15 Uhr geschah, blieb vorerst unbekannt. Es wird eine Gasexplosion vermutet. „Alles deutet darauf hin“, sagte Bürgermeister José Luis Martínez Almeida an der Unglücksstelle.

Die Feuerwehr, die Polizei und die Notfalldienste waren mit etwa zwei Dutzend Fahrzeugen im Einsatz. Bewohner von Nachbargebäuden, darunter eines Seniorenheimes, wurden nach Medienberichten umgehend in Sicherheit gebracht. Die Unglücksstelle wurde wegen Einsturzgefahr weiträumig abgeriegelt.

In diesem Bild aus einem Video von Emergencias Madrid, Feuerwehrleute besuchen den Tatort nach der Explosion. Foto: dpa/Emergencias Madrid

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