Gangster Al Capone (1931)  dpa/Uncredited/ap

Private Gegenstände von Gangsterboss Al Capone kommen Anfang Oktober im kalifornischen Sacramento unter den Hammer. Zu den 174 Objekten aus dem Nachlass des legendären Verbrechers gehören seine Lieblingspistole, persönliche Schmuckstücke, sein Ehebett und ein handgeschriebener Brief an Sohn Sonny, den Capone 1931 verfasste, als er im berüchtigten Gefängnis Alcatraz einsaß.

Al Capone (1899-1947) galt in den 1920er- und 1930er-Jahren als einer der berüchtigtsten Verbrecher der USA. Allein die geliebte Pistole des Mafiabosses – ein Colt M1911 – könnte bis zu 150.000 Dollar (rund 128.000 Euro) einbringen, schätzt das Auktionshaus Witherell’s. Auch Familienfotos, viele weitere Waffen und eine mit Capones Initialen versehene, diamantenbesetzte Streichholzschachtel werden versteigert. Diese hatte er „besonders lieb“, sagte Enkelin Diane Patricia Capone in einem vom Auktionshaus veröffentlichten Video. Mit den Streichhölzern habe er immer seine Zigarren angezündet. „Selten hielt er keine Zigarre in den Händen.“

Der Alkoholschmuggel machte ihn steinreich

„Die Familie hat beschlossen, dass es an der Zeit ist, diese Dinge mit dem Rest der Welt zu teilen“, erklärte die Enkelin weiter. Der Sohn italienischer Einwanderer wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn als eines von zehn Kindern geboren. Früh verließ er die Schule und schloss sich einer berüchtigten Straßengang an. Chicago war damals ein heißes Pflaster mit Glücksspiel, Prostitution und Erpressung. Als der junge Capone 1919 dort eintraf, kam ein neuer Geschäftszweig hinzu: der Alkoholschmuggel. Durch die Prohibition, das Verbot von Alkohol, wurde Capone sagenhaft reich.

Später kam er wegen Steuervergehen ins Gefängnis. 1939 wurde er entlassen und lebte noch acht Jahre in Florida, dann starb er mit 48 Jahren an einer Lungenentzündung. Biografen vermuten, dass der Körper durch eine lange Syphilis geschwächt war.