Ein Händler kippt auf dem Markt in Sydney, Australien, frische Garnelen auf die Auslage eines Geschäfts.
Ein Händler kippt auf dem Markt in Sydney, Australien, frische Garnelen auf die Auslage eines Geschäfts. dpa/Bianc De Marchi

Garnelen sind beliebt: Auf der Rangliste der meist verzehrten Fisch-,Krebs- und Weichtierarten in Deutschland stehen sie auf Platz fünf. Ihre Zucht in Aquakulturen kann allerdings die Umwelt belasten. Die Stiftung Warentest empfiehlt drei Labels, die für eine nachhaltige Garnelenzucht im Becken sprechen.

Sowohl das ASC-Label des „Aquaculture Stewardship Council“ wie auch das EU-Biosiegel und das Naturland-Siegel kennzeichnen Garnelen aus Zuchtanlagen - und sehen hier Vorgaben zum Mangrovenschutz und zum Gewässer- und Bodenschutz vor. Alle drei Kennzeichnungen werden von der Stiftung Warentest für Garnelen aus Aquakultur empfohlen. In ihrer Zeitschrift „test“ (6/22) kommt sie zu dem Urteil: „Verbraucherinnen und Verbraucher können den Siegeln vertrauen.“

Besonders ein Label überzeugt die Tester

Besonders das Naturland-Label überzeugt die Tester. Es stelle die höchsten Ansprüche, die dann auf den Farmen auch gut umgesetzt würden - etwa eine natürliche Larvenproduktion, bei der es verboten ist, die Augenstiele der weiblichen Tiere abzuschnüren. Diese Praxis soll den Überlebenstrieb der Garnelen anfachen und zu mehr Eiern führen.

Auch eine Begrenzung von maximal 15 Garnelen pro Quadratmeter Teichfläche sieht das Naturland-Siegel vor. Zum Vergleich: In intensiver Aquakultur werden bis zu 300 Garnelen pro Quadratmeter in den Becken gehalten.

Keine Behandlung mit Antibiotika

Zudem dürfen Garnelen mit Naturland-Siegel nicht mit Antibiotika behandelt werden. Rückstände in den Tieren lassen sich so vermeiden. Die Fütterung mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ist bei der Zertifizierung ebenfalls untersagt.