Gerabronn in Baden-Württemberg Mitte November 2019: Das ausgebrannte Autowrack, in dem der 47 Jahre alte Mann seine von ihm getrennt lebende Ehefrau angezündet haben soll. Foto: Andreas Rosar/dpa

Weil er seine Frau in ihrem Auto mit Benzin übergossen und angezündet hat, ist ein Mann vor dem Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 48-Jährige seine von ihm getrennt lebende Ehefrau heimtückisch getötet hat. Der Tat in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall war ein Streit um ein Wohnhaus und den Unterhalt vorangegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte sitzt vor der Gerichtsverhandlung auf seinem Platz.
Foto: Tom Weller/dpa

«Getragen von einem absoluten Vernichtungswillen» hatte der Deutsche nach Überzeugung des Gerichts die 45-Jährige Mitte November vergangenen Jahres auf dem Weg zu Arbeit abgefangen, geschlagen und mit Benzin übergossen. Die Frau konnte laut Anklage kurz aus ihrem Wagen fliehen. Ihr Mann hatte sie aber wieder hineingeschoben und eine brennende Zigarette ins Fahrzeug geworfen. Der Anklage nach starb die Frau an der folgenden «explosionsartigen Verpuffung».