Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) kritisiert, dass sich die Bundesländer nicht auf eine gemeinsame Richtlinie für Feiern geeinigt haben. Foto: Stefan Zeitz/Imago Images

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält in der Corona-Krise einen zweiten Lockdown für unwahrscheinlich. „Ein zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden“, sagte Lauterbach dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“. Wichtig sei, klug zu testen und Infektionsketten effektiv nachzuverfolgen.

„Man muss die Schulen und Kitas durchgehend offenhalten, diese zu schließen halte ich für völlig falsch“, führte Lauterbach aus. Die Schließung von Schulen und Kitas sei den Kindern nicht zuzumuten. Außerdem seien sie nicht so stark durch das Virus gefährdet. Lehrer und Erzieher sollten dagegen regelmäßig getestet werden.

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Der Gesundheitspolitiker kritisierte, dass sich die Bundesländer nicht auf eine gemeinsame Richtlinie für Feiern geeinigt hätten. „Diese werden als Superspreader-Ereignisse in den kommenden Monaten eine riesige Rolle spielen. Da wäre eine Obergrenze von 25 Personen in privaten Räumlichkeiten und von 50 in angemieteten Räumen eine richtige Lösung gewesen.“

Eine grundlegende Änderung schlug Lauterbach bei der häuslichen Quarantäne vor. Hier genügen seiner Ansicht nach sieben Tage statt wie bisher zwei Wochen, sagte er. Eine kürzere Isolation kann seiner Ansicht nach auch dazu führen, dass die Regeln besser eingehalten werden.