Werden solche Alpakas bald Polizisten im Streifendienst begleiten? Foto: Archiv

Polizisten mit Alpakas auf Streife? Mit einem kuriosen Vorschlag kontert der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern Kritik an Abstandskontrollen im Englischen Garten in München. Dort hatten Beamte den Besuchern mit Zollstöcken den Abstand von 1,50 Metern zu erklären versucht. Dieser ist aufgrund der Corona-Maßnahmen vorgeschrieben.

Jürgen Köhnlein verwies am Dienstag auf das Gesundheitsministerium, das Grundschülern mit Zeichnungen von Alpakas den Abstand zu verdeutlichen versuche. „Wenn wir die Polizeistreifen mit Alpakas ausstatten, würden es die letzten uneinsichtigen Parkbesucher sicher auch verstehen“, so Köhnlein.

Immer mehr Menschen suchen bei Polizeikontrollen den Konflikt

Die Einsatzkräfte hätten es nicht leicht, sagt der Gewerkschafter. Es gebe immer mehr Menschen, die gerade in solchen Situationen den Konflikt suchten. „Um des Konflikts willen. Da geht es nicht um ein paar Zentimeter, sondern darum, ihren Unmut gegen die Maßnahmen kund zu tun. Die Polizei bekommt dann die Kritik an der Politik vor Ort direkt ab.“ Köhnlein fordert mehr Unterstützung und Aufklärungsarbeit seitens der Politik.

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Zuvor hatte ein Sprecher des Polizeipräsidiums erklärt, einige Polizisten in München nähmen auf Streife mittlerweile öfter mal Zollstöcke mit. „Die Kollegen sind es leid, immer erklären zu müssen, was 1,50 Meter sind.“ Es gebe Menschen, die lägen 50 Zentimeter auseinander und seien fest überzeugt, dass das anderthalb Meter seien. In solchen Fällen sei der Meterstab eine gute Diskussionshilfe: „Schauen Sie mal her, das sind 1,50 Meter - das führt in Einzelfällen zu großem Erstaunen.“ Es gehe nicht darum, möglichst viele Leute anzuzeigen, erklärte der Polizeisprecher.