Einkauf in einem Supermarkt zu Zeiten von Corona und Krieg in der Ukraine – da wurde manches Regal durch die Hamsterer leer geräumt. imago/Martin Wagner

Das wurde ja auch Zeit. Nachdem sich die Kunden in den Supermärkten auf Mehl und Sonnenblumeneöl stürzten, weil man um die Versorgungssicherheit vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs fürchtete, werden offensichtlich alle wieder ein bisschen normal. Jedenfalls hält der Handelsverband Deutschland (HDE) die Zeit der Hamsterkäufe in Deutschland erst mal für beendet. Die Kunden würden sich besonnener verhalten als noch vor drei Wochen. „Das Kundenverhalten hat sich jetzt ein bisschen normalisiert“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Rheinischen Post vom Donnerstag.

Als vom „Bauchgefühl“ bestimmt, sieht der Handelsverbandschef die Hamsterkäufe – dazu seien sie völlig irrational: „Unsere Lebensmittelversorgung ist sehr sicher. “

Sind Hamsterkäufe typisch deutsch?

Genth hält das Hamstern für ein „offensichtlich deutsches Phänomen“. In Italien und Spanien beispielsweise seien die Regale voll, sagte er der Rheinischen Post.

Allerdings gibt der Handelsverbandschef auch Lieferschwierigkeiten zu: „88 Prozent der Unternehmen haben Probleme bei der Beschaffung von Waren“, sagte er. Betroffen seien etliche Branchen, besonders der Bau- und Heimwerkermarkt, die Möbelbranche und der Lebensmittelhandel. Das liege auch am neuen Corona-Lockdown in China und den damit verbundenen Schließungen von Häfen. Diese wirkten verzögert in Europa.