Tim Lobinger wird den Kampf gegen den Krebs verlieren. Die Ärzte sagen, er habe nicht mehr lange zu leben.
Tim Lobinger wird den Kampf gegen den Krebs verlieren. Die Ärzte sagen, er habe nicht mehr lange zu leben. IMAGO/STAR-MEDIA

Als Stabhochspringer feierte Tim Lobinger 2003 den Weltmeistertitel. Jetzt feiert er das Leben. Jeden Tag, an dem er es noch leben darf. Denn der Krebs gibt dem 50-Jährigen nicht mehr lange. „Heilung wird es bei mir nicht mehr geben. Mein Krebs ist zu aggressiv“, verriet Lobinger jetzt der Bild.

Im Februar hätten ihm die Ärzte gesagt, dass sein Tod näher rücke. Er solle Verfügungen treffen, sich mit seiner Beerdigung befassen und sich von seinen Liebsten verabschieden. „Die Gespräche mit meinen Kindern waren hart. Sie wissen, wie schlecht es um mich steht.“

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Krebsimmuntherapie schlug bei Tim Lobinger nicht richtig an

Den Kampf gegen den Krebs hat der Sportler jedoch nicht aufgegeben: „Es gibt immer kleine Wege, die es einem ermöglichen, Kraft zu schöpfen und nicht die Hoffnung zu verlieren“, sagte er.

Bei Tim Lobinger wurde im März 2017 Blutkrebs diagnostiziert. Nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigem Leberversagen im Sommer 2018 galt der Hallen-Weltmeister von 2003 wieder als gesund.

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2003 holte Tim Lobinger WM-Gold im Stabhochspringen. Jetzt kämpft er gegen den Krebs.
2003 holte Tim Lobinger WM-Gold im Stabhochspringen. Jetzt kämpft er gegen den Krebs. IMAGO/Chai v.d. Laage

Doch der Krebs kam zurück. „Los ging es mit Beschwerden an Gelenken. Plötzlich hatte ich überall sichtbare Dellen am Körper. An Beinen, Schultern, Kopf“, erinnert sich Lobinger. Ende 2021 musste sich Tim Lobinger eigenen Worten zufolge wieder einer Therapie unterziehen. Im Klinikum Würzburg wurde er mit CAR-T-Zellen behandelt (Krebsimmuntherapie). „Man hat nur einen Versuch bei dieser Therapie. Bei mir schlug sie nicht an“, erklärt der 50-Jährige. Zumindest nicht vollständig, sondern nur zu 90 Prozent.

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Tim Lobingers Kampf gegen den Krebs: Aufgeben ist keine Option

Nach den Schock-Aussagen der Ärzte von Februar dann der Meilenstein vor wenigen Wochen: Am 3. September feierte er seinen 50. Geburtstag.

Nur um kurz darauf einen herben Rückschlag zu erleben: Als sein Sohn (6) zehn Tage später eingeschult wurde, lag Tim Lobinger im Krankenhaus. Not-OP am Magen!

Doch Aufgeben ist keine Option für den Sportler. „Für jeden Tag, den ich leben und mit meiner Familie verbringen darf, lohnt es sich, zu kämpfen.“