In Mainz regnete es in der vergangenen Woche plötzlich Geld – Anwohner fanden 50.000 Euro auf der Straße. imago/Andia

Was für eine irre Geschichte! In der Stadt Mainz regnete es diese Woche ganz plötzlich Geld. Kein Scherz: Geldscheine im Wert von 50.000 Euro flatterten aus einem Hochhaus in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz. Anwohner sammelten einen fünfstelligen Betrag ein, informierten die Polizei. Inzwischen wurde der Fall gelöst … und der Verursacher des Geldregens ausfindig gemacht.

Sogar Polizeihunde kamen beim Aufspüren der Geldscheine zum Einsatz

Bei der Suche nach Scheinen kam sogar ein Spürhund zum Einsatz. Das Problem: So schön sich der Geldregen für viele anfühlte, so vergänglich war er leider. Eine Sprecherin der Polizei betonte, dass das Einstecken der Banknoten nicht erlaubt ist. Es handele sich um eine Fundunterschlagung, die zu einer Geld- oder Haftstrafe führen könne.

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Wem das Geld gehörte und warum es aus dem Fenster flog, war zunächst vollkommen unklar. Die Scheine wurden zunächst an das Fundbüro der Stadt übergeben, die Polizei ermittelte. Inzwischen ist der Fall gelöst: Offenbar hatte der Besitzer mittleren Alters die aus einem Hochhaus geflatterten Geldscheine zuvor legal erworben, wie die Polizei jetzt mitteilte.

Wer es war und warum die Scheine durch die Gegend flatterten, lässt die Polizei aber offen. „Wir legen viel Wert auf den Schutz der Person und können daher nichts weiter sagen“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Auch zum Geschlecht der Person äußerten sich die Beamten nicht. Demnach führte eine „besondere Ausnahmesituation zu dem Geldregen.

Wer Geld findet, soll es bei der Polizei abgeben, sonst droht eine Strafe

Die Polizei bedankte sich in einer Pressemitteilung bei den bisherigen Findern der Geldscheine und forderte die Menschen auf, die Banknoten bei der Polizei abzugeben, sollte noch etwas aufgefunden werden. Dabei handelt es sich nach Angaben des Polizeisprechers um 200-Euro-Scheine. Von den deutlich über 50.000 Euro, die es am Montag von dem Gebäude regnete, fehle noch ein Teil.

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„Ich vermute, der Tatbestand der Fundunterschlagung ist nicht allen Menschen bekannt“, sagte die Rechtsexpertin Jennifer Vanessa Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem Geldschein handele es sich um eine „fremde bewegliche Sache“ im Sinne des Gesetzes. „Wenn ich den Schein einfach einstecke, unterschlage ich ihn rein juristisch. Dann könnte eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen.“ Abzugeben sei eine solche Fundsache bei der Polizei oder im Fundbüro.