Können sich Tiere eigentlich schämen? Verhaltensforscher geben auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Jeder Hunde- oder Katzenhalter weiß: Die Tiere reagieren auf Emotionen. Das Wort peinlich bezieht sich ursprünglich auf die Pein, also den Schmerz. Und so berichtet die Affenforscherin Jae Goodall eine Beobachtung, wie ein junger Affe vom Baum fällt. Das Tier wird sich bei dem Sturz wehgetan haben. Aber dann schaut der Affe nach links oder rechts: Hat möglicherweise das Alphatier mich gerade bei meinem Missgeschick beobachtet? Wie peinlich wäre das gewesen!

Besucher des Zoo-Affenhauses haben auch manchmal das sichere Gefühl: In manchen Momenten haben die Tiere keine Lust darauf, auf Schritt und Tritt von Menschen beobachtet zu werden. So ist es schon vorgekommen, dass Affen Zoobesucher gezielt beworfen haben, mal mit Steinen, mal sogar mit Kot!

Von menschlichen Blicken beim Sex animiert?

Aber wie sieht es aus, wenn die Tiere ihren sexuellen Bedürfnissen nachkommen, stören Beobachter beim Beischlaf, oder fühlen sich die Tiere sogar animiert von den menschlichen Blicken? Diese Gedanken dürften auch Besuchern des Bronx-Zoos in New York in dieser Woche durch den Kopf gegangen sein. Die Besucher waren Familien mit Kindern, das Gorilla-Gehege ist durch eine Glasscheibe einsehbar. Und plötzlich spielte sich vor den Augen der Zoo-Besucher eine Peepshow ab: zwei Gorillas hatten schamlos Oralsex. Und zufällig filmte ein Zeuge die Szene mit.

In den Youtube-Kommentaren wird nun spekuliert, ob die Tiere einfach ihrer Natur nachkamen, oder ob sie möglicherweise zum öffentlichen Sex trainiert wurden. Eine Kommentatorin stellt klar: Nein. „Gorillas verhalten sich so und haben Spaß am Sex.“