Das Berliner Musikfestival Lollapalooza: Benötigt man für Konzerte bald Ticket und Impfpass? Foto: imago/F. Boillot

Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sagt in einem Interview mit der Wirtschaftswoche, dass er den Besuch von Konzerten und vergleichbaren Veranstaltungen an eine vorherige Corona-Impfung koppeln will. „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen“, sagt der Chef des Ticketverkäufers.

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CTS Eventim habe die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen bereits geschaffen. Schulenberg: „Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können.“ Zwar habe er Verständnis dafür, wenn Menschen Bedenken wegen einer Impfung hätten. Aber, so Schulenberg weiter, „wenn man sieht, wie nun weltweit ohne relevante Nebenwirkungen geimpft wird, dann ist zu hoffen, dass diese Skepsis auch bald schwinden wird.“

Ohnehin ist Eventim hinterher, dass in Deutschland schnell geimpft wird. Das Unternehmen helfe laut Wirtschaftswoche bereits bei der Vergabe von Impfterminen in Schleswig-Holstein. Auch mit anderen Bundesländern sei man bereits im Gespräch. Schulenberg: „Je schneller die Bevölkerung geimpft ist, desto schneller können auch Veranstaltungen wieder stattfinden. Für uns steht aber im Vordergrund, einen Beitrag zu leisten, damit wir alle diese Pandemie baldmöglichst überwinden.“

Die Politik hat Ausnahmen von den Lockdown-Regeln für Geimpfte bislang ausgeschlossen. Das liegt aber aktuell vor allem daran, dass noch nicht sicher ist, ob Geimpfte andere Menschen anstecken können. Sollte das aber ausgeschlossen werden können, wären Ausnahmen denkbar.