Sarah Connor sollte am 4. September in Düsseldorf vor 13.000 Menschen auftreten. Imago-Images/Sebastian Fuchs

Dieses Konzert sorgte schon für Kopfschütteln, als die Corona-Zahlen in Deutschland noch viel niedriger waren. Doch nun, da die Infektionszahlen wieder ansteigen, wurde die Großveranstaltung in Düsseldorf, bei der unter anderem Sarah Connor, Bryan Adams und Rea Garvey vor 13.000 Zuschauern auftreten sollten, verschoben. Der geplante Termin am 4. September kann nicht gehalten werden.

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Die Veranstalter teilten auf ihrer Homepage mit, dass sie sich angesichts steigender Infektionszahlen „trotz eines überzeugenden Hygiene- und Schutzkonzepts“ zu diesem Schritt veranlasst gesehen haben. Auch „im Raum stehenden, nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen, die eine allgemeine Verunsicherung zur Folge hatten“, hätten zu der Entscheidung geführt. Ein genauer Nachholtermin für das Konzert steht noch nicht fest. In der Mitteilung ist aber vom „Spätherbst“ die Rede.

Veranstalter Marek Lieberberg. Foto: dpa/Andreas Arnold

Veranstalter Marek Lieberberg hielt in der Mitteilung nicht damit hinterm Berg, wen er für die Absage verantwortlich macht: die Landesregierung von NRW. „Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Maßnahmen-Katalog Fans, Künstlern und Mitarbeitern umfassenden Schutz bietet“, wird er zitiert. Bedauerlicherweise verhindere die aktuelle Atmosphäre einen Konsens. Der Konzertmogul sei laut Mitteilung sicher, dass der Wiedereinstieg in die Livemusik mit vollen Kapazitäten in absehbarer Zeit erfolgen müsse. „Weil die Sehnsucht von Fans und Künstlern sich nicht auf Dauer unterdrücken lässt!“

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hingegen begrüßte die Verschiebung. „Angesichts der aktuellen Infektionslage bin ich der Auffassung, dass ein Konzert dieser Größenordnung derzeit nicht durchführbar ist“, erklärte er in Düsseldorf. Es habe „in den vergangenen Tagen auch sehr konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten gegeben“. Er danke den Verantwortlichen für ihre „sehr rationale und nachvollziehbare Entscheidung“.

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Bis zu 13.000 Zuschauer hätten dem Konzert im Düsseldorfer Bundesliga-Stadion beiwohnen sollen. Die Größenordnung hatte trotz einiger Hygieneschutzmaßnahmen – wie einer Maskenpflicht – bereits seit Bekanntgabe für Kritik gesorgt. Vor allem die CDU-geführte Landesregierung betrachtete die Veranstaltung mit Sorge. Laut Veranstalter hatten bereits 7000 Menschen ein Ticket gekauft. Ihnen wird laut Mitteilung das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurückerstattet.