Tennislegende Boris Becker.
Tennislegende Boris Becker. dpa/PA Wire/Kirsty O'connor

Das sind endlich einmal gute Nachrichten für Boris Becker. Die Tennislegende wurde des Insolvenzbetrugs für schuldig befunden und zu zweieinhalb Jahren Haft im Wandsworth-Gefängnis verurteilt – aber er wird wohl nicht lange dort bleiben. Schon bald könnte Boris Becker aus dem Gefängnis des Grauens verlegt werden und auch dort nur die Hälfte seiner Strafe verbüßen. Kommt er schon nach 10 Monaten wieder frei?

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Der 54-Jährige wurde vergangene Woche wegen Insolvenzbetrug zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Derzeit sitzt Boris Becker im strengen Wandsworth-Gefängnis im Südwesten Londons. Weniger als 10 Kilometer vom Centre Court in Wimbledon entfernt, dort, wo er mit drei Grand-Slam-Siegen seine größten Erfolge feierte, verbringt er nun die wohl schlimmsten Tage seines Lebens.

Schlimme Zustände für Boris Becker in Wandsworth

Im Wandsworth-Gefängnis sollen ehemaligen Insassen zu Folge schlimme Zustände herrschen. Gewalt und Drogen sind an der Tagesordnung. Es ist kalt und laut. Eine 6,5 Quadratmeter kleine Zelle soll sich Boris Becker mit einem Mitgefangenen teilen müssen – das Klo ist direkt neben dem Bett. Wohl erst jetzt realisiert der einstige Star, wie schlimm diese Strafe wirklich ist.

In diesem Gefängnis in Wandsworth sitzt Boris Becker derzeit seine Haftstrafe ab.
In diesem Gefängnis in Wandsworth sitzt Boris Becker derzeit seine Haftstrafe ab. imago/ZUMA Wire

Doch jetzt schon mehren sich Berichte, Boris Becker könnte zeitnah in ein Gefängnis mit niedrigerer Sicherheitsstufe verlegt werden. Weil Knast-Plätze rar sind, werden Gefangene, deren Straftaten gewaltlos waren, schnell in andere Haftanstalten überführt.

Boris Becker könnte nach 10 Monaten auf freien Fuß kommen

Denn Wandsworth ist auch ein Untersuchungsgefängnis, in dem auch Verdächtige vorübergehend festgehalten werden. Neue Insassen, die in das Wandsworth-Gefängnis gebracht werden, müssen aufgrund der anhaltenden Covid-Beschränkungen nach ihrer Ankunft sieben bis zehn Tage im „Einführungsflügel“ des Gefängnisses bleiben. Danach wird Boris Becker wohl in seine eigentliche Zelle in Wandsworth gebracht. Wenn er dort in den kommenden rund sechs Wochen nicht auffällig wird, spricht nichts gegen eine Verlegung in ein anderes Gefängnis.

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Besser noch: Unter Umständen muss der einstige Tennisstar von seinen 30 Monaten Haftstrafe nur knapp die Hälfte hinter Gittern verbringen. Britische Medien berichten schon jetzt, er könne wegen guter Führung nach zehn Monaten unter Anbringung einer elektronischen Fußfessel auf freien Fuß kommen.