Strandbesuch wird teuer

Achtung bei sandigen Füßen: Ostseebad droht mit saftiger Strafe

Sonne, Strand – und plötzlich eine saftige Strafe. In Kolberg droht Urlaubern Ärger, wenn sie sich waschen.

Author - Sebastian Krause
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Die Seebrücke in Kolberg ist mit mehr als 500.000 Besuchern jährlich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten an der polnischen Ostseeküste.
Die Seebrücke in Kolberg ist mit mehr als 500.000 Besuchern jährlich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten an der polnischen Ostseeküste.Heiko Kueverling/Zoonar.com/IMAGO

Strand, Sonne, Ostsee. Kolberg in Westpommern lockt auch Tausende deutsche Urlauber an. Doch wer hier mit sandigen Füßen vom Strand kommt, sollte lieber genau hinschauen. Denn in dem beliebten Badeort droht für eine scheinbar harmlose Aktion richtig Ärger – und ein saftiges Bußgeld.

Kurioses Verbotsschild auf der Toilette

Ausgerechnet am Leuchtturm entdeckte der polnische Journalist Michal Cessanis ein kurioses Verbotsschild – und teilte den Fund auf Instagram. Die klare Ansage auf der Toilette: „Striktes Verbot, die Füße zu waschen.“

Wer sich die Füße wäscht, muss 116 Euro Strafe zahlen

Der Grund: „Sand verursacht Verstopfungen in der Kanalisation.“ Und wer sich nicht daran hält, wird zur Kasse gebeten – das steht unmissverständlich darunter: „GELDSTRAFE!“

Wie teuer das werden kann, hat Cessanis recherchiert. Ein Mitarbeiter der städtischen Touristeninformation bestätigte ihm am Telefon: Für das Füßewaschen im öffentlichen Waschbecken werden 500 Zloty fällig – umgerechnet rund 116 Euro.

Wasserhähne zum Füßewaschen wären eine bessere Lösung

Für den Journalisten ist das kaum nachvollziehbar. Statt mit Strafen zu drohen, schlägt er eine praktischere Lösung vor: Ob es nicht sinnvoller wäre, spezielle Wasserhähne zum Füßewaschen an Toiletten oder Strandausgängen zu installieren, so Cessanis.

Bis dahin gilt für Urlauber in Kolberg: Sand besser draußen lassen – sonst wird der Strandbesuch plötzlich richtig teuer.

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