Ein Kind in einer Kita. Das kleine Mädchen soll in der Kita gewaltsam zu Tode gekommen sein. Foto: Uwe Anspach/dpa

Es schien ein tragisches Unglück gewesen zu sein: Ein kleines Mädchen hatte in einer Kita in Viersen (NRW) einen Atemstillstand erlitten. Die Dreijährige wurde wiederbelebt, starb aber später im Krankenhaus. Jetzt die Wende in dem Fall: Gegen eine Erzieherin erging Haftbefehl – wegen Mordes.

Die 25-jährige Frau sitzt seit Mittwoch in U-Haft. Die Ermittlungen der Polizei sowie die rechtsmedizinische Untersuchung führten zu dem Verdacht, dass das Kind durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen war. Der Tat verdächtigt wird die ehemalige Erzieherin der städtischen Kita.

Das kleine Mädchen war bereits am 4. Mai gestorben. Knapp zwei Wochen zuvor war der Notarzt in die Kita gerufen worden, wo die Dreijährige in der Notbetreuung untergekommen war. Sie hatte nicht mehr geatmet. Die Kleine wurde wiederbelebt und in eine Klinik eingeliefert. Die Ärzte dort  alarmierten am 29. April die Polizei. Der Fall kam ihnen verdächtig vor. Vier Tage danach war das Mädchen tot. In der Zwischenzeit ist es bereits bestattet worden. Woran es starb, wurde zunächst nicht bekannt.

Am vergangenen Dienstag wurde die 25-jährige Erzieherin als Tatverdächtige festgenommen und einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt. Sie war nicht mehr in der Kita tätig. Ob der Frau erst nach ihrer Festnahme gekündigt wurde oder sie bereits vorher ausgeschieden war, blieb unklar.