Arthur mit seinem Vater Thomas H. (29): Der Sechsjährige wurde brutal misshandelt und zu Tode gequält. WMP/SWNS

Wie grausam können Menschen sein? In England müssen sich derzeit ein Mann und eine Frau verantworten, die beschuldigt werden, den sechsjährigen Sohn des Mannes brutalst zu Tode gequält zu haben. Nun taucht ein Video auf, in dem das Kind nur Tage vor seinem Tod völlig abgemagert immer wieder schreit: „Niemand liebt mich! Niemand gibt mir was zu essen!“ Der eigene Vater soll ihn geschlagen und misshandelt haben. Mit 130 blauen Flecken, 93 Verletzungen und 25 Blutergüssen am Kopf konnte das Kind im Krankenhaus niemand mehr retten – der Junge starb an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Der Vater des Kindes, Thomas H. (29), und die Stiefmutter Emma T. (32) werden beschuldigt, den kleinen Arthur ermordet zu haben, berichtet die Sun. Das Kind sei vor seinem Tod einer „Kampagne der Grausamkeit“ ausgesetzt gewesen, die der „medizinischen Definition von Kindesfolter“ entspräche.

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Video zeigt abgemagerten Jungen Stunden vor seinem Tod

Die Polizei veröffentlichte nun Videoclips und Audioaufnahmen, die den Geschworenen im Mordprozess gegen Vater und Schwiegermutter vorgespielt wurden. In einer 23-sekündigen Aufnahme ist Arthur viermal zu hören, wie er „Niemand liebt mich!“ schreit. In einem anderen jammert er immer wieder „Niemand gibt mir was zu essen!“

Ein Video, das kurz vor seinem Tod am 16. Juni letzten Jahres aufgenommen wurde, zeigt einen abgemagerten Arthur, der so gebrechlich ist, dass er Schwierigkeiten hat, sich auf den Beinen zu halten. Der Junge musste offensichtlich auf dem Boden im Wohnzimmer schlafen, kann kaum seine Bettdecke zusammenfalten. Während des Clips ist Arthur zu sehen, wie er versucht aufzustehen und sein Bettzeug zu tragen – aber er braucht dafür ganze zwei Minuten.

Wer solche Bilder macht? Vermutlich Schwiegermutter Emma T. Mehr als 22 Bilder und Videos von Arthur in Not wurden den Geschworenen vorgelegt.

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Videoaufnahmen zeigen einen völlig erschöpften Sechsjährigen. Arthur musste auf dem Boden schlafen, weinte und war verzweifelt. WMP/SWNS

Sie ist es auch, die beschuldigt wird, Arthur nach wochenlanger Misshandlung letztlich zu Tode geschlagen zu haben und dann 13 Minuten gewartet zu haben, um den Notruf zu wählen.

Sanitäter finden Arthur „auf dem Rücken liegend, völlig leblos, ziemlich blass mit lila Lippen“, heißt es. Er starb am nächsten Tag im Krankenhaus. Als Todesursache wird ein „von einem Erwachsenen zugefügtes Kopftrauma“ angegeben, mit „starkem Schütteln und wiederholtem Schlagen seines Kopfes gegen eine harte Oberfläche“.

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Vater und Stiefmutter wird Mord vorgeworfen

Außerdem soll Arthur Anzeichen einer Vergiftung gehabt haben. Er hatte so viel Salz geschluckt, dass er vor seinem Tod „unfähig war, sich zu wehren“. Mehr als sechs Löffel wurden im Körper des Jungen gemessen – der höchste Wert, den ein Mediziner je gesehen hatte.

Letztlich geben die Mediziner auch an, dass Arthur vom Kopf bis zu den Füßen mit 130 blauen Flecken übersät war. Er hatte 93 Verletzungsbereiche – darunter an Kopf, Armen, Beinen, Füßen und Oberkörper – und 25 Blutergüsse an Kopfhaut, Gesicht und Hals. Versehentliche Verletzungen? Sicher nicht!

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Denn auch Textnachrichten belasten das Paar. Es soll den Sechsjährigen darin als „Teufelskind“ bezeichnet haben. Die Stiefmutter hatte ihrem Freund geschrieben: „Ich will dich, aber nicht ihn.“

Arthur war in die Obhut seines Vaters gegeben worden, nachdem seine Mutter (26) zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil sie ihren Freund erstochen hatte.

Nun ist der Junge scheinbar selbst Opfer seines Vaters und seiner Stiefmutter geworden.