Kleinere Gruppen dürfen seit Sonnabend unangemeldet in vielen polnischen Waldgebieten ihr Zelt aufschlagen. Imago/Michelle Fraikin

Urlaub in der Natur bei geringer Ansteckungsgefahr: Wegen der Corona-Pandemie ist in den letzten Monaten das Interesse am Wildcampen gestiegen. In Polen ist das seit Samstag in 425 Waldgebieten unter bestimmten Auflagen wieder erlaubt, wie die polnischen Staatsforstbetriebe „Lasy Państwowe“ am Freitag per Facebook bekanntgaben. Zuerst berichtete RBB24 über diese Entscheidung.

Lesen Sie auch: Erste Touristen auf Sylt angekommen: Hier wird jetzt unser Sommerurlaub geprobt! >>

Im Rahmen des Projekts „Stay The Night“ stehen Urlaubern nun 600.000 Hektar Waldfläche zum Campen zur Verfügung. Die Orte werden auf einer Karte im Internet ausgewiesen. Dabei dürfen Camper maximal für zwei Nächte an einer Stelle ihr Zelt aufschlagen. Auch auf einer Hängematte oder unter einer Plane dürfen Besucher im Wald nächtigen. Besteht die Gruppe aus mehr als neun Personen, muss sie sich vorher bei der Forstverwaltung anmelden. Lagerfeuer sind nur an ausgewählten Orten erlaubt – und Müll dürfe nicht hinterlassen werden.

Die Bundesregierung hat Polen als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise in das Nachbarland ist mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, dennoch erlaubt.