Die Spritpreise schnellen seit Tagen in ungeahnte Höhen. dpa/Franziska Kraufmann

Die Spritpreise schnellen schon seit Tagen in immer neue Höhen, Grund ist die Krise in der Ukraine. Nun versuchen einige, sich mit besonderen Maßnahmen aus der Affäre zu ziehen, hamstern etwa Sonnenblumenöl, um es in den Tank des Autos zu kippen. Ein junger Mann in Frankreich hatte da eine bessere, wenn auch nicht ganz simple Idee: Der 21-jährige Kellner Louis Geneix tauschte sein Auto gegen ein Pferd!

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Hohe Spritpreise: Darum reitet Kellner Louis auf dem Pferd zur Arbeit

Sie haben richtig gelesen: Geneix arbeitet in einer Brauerei in Yssingeaux, fährt eigentlich mit einem Renault Clio zur Arbeit. Doch aufgrund der hohen Spritpreise tauschte er den Wagen gegen ein Pferd. „Es war der Kraftstoffpreis, der mich dazu motivierte“, sagte der 21-Jährige dem französischen Sender france3. 15 Kilometer trennen die Weide, auf der die Stute steht, von dem Restaurant, in dem Louis arbeitet. Er brauchte laut Bericht deshalb länger als die üblichen zehn Minuten, um zur Arbeit zu kommen.

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Aber auch nicht so lange, wie mancher vielleicht denken würde, sagt er. „Ich habe weniger als eine Stunde gebraucht, um hierherzukommen.“ Sein Pferd sei gut desensibilisiert und an Autos gewöhnt. „Wenn es neblig ist, trage ich eine gelbe Weste und bringe eine leuchtende Markierung am Schweif des Pferdes an.“ Auch zu Gottesdiensten wolle er künftig auf dem Pferd reiten, allerdings nur in der Mittagszeit. „Am Abend muss ich das Auto nehmen, weil ich dann nicht zurückreiten kann.“

Louis Geneix auf seinem Pferd.

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Grund für die Aktion ist, dass Louis Geld sparen will. Er habe seine Einsparungen nicht ausgerechnet, aber er geht davon aus, dass es reichlich Geld ist, das dadurch im Portemonnaie bleibt. Mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, sei auf lange Sicht nicht mehr rentabel – der Kellner verdient 1200 Euro bei 35 Arbeitsstunden pro Woche. „Die Nutzung meines Autos habe ich auf ein Minimum reduziert. Die steigenden Kraftstoffpreise zu beobachten, macht mir große Sorgen.“

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Immerhin ist er nun eine kleine lokale Berühmtheit. Denn: „Es gibt Autofahrer, die angehalten haben, um mir zu sagen, dass meine Idee großartig ist. Das habe ich nicht erwartet“, sagt Louis. Und auch seine Kollegen seien überrascht gewesen. „Sie sagten, dass ich dazu nicht in der Lage sei, und als sie mich vom Pferde steigen sahen, konnten sie es nicht glauben.“

Sprit sparen mit Pferd: Der Ritt zur Arbeit hat noch weitere Vorteile

Geparkt wird die Stute übrigens auf einer Rasenfläche nahe der Brauerei, in der er arbeitet. Und: Ein Ritt zur Arbeit hat noch mehr Vorteile. „Ich stand auf und ging viel glücklicher zur Arbeit als sonst. Außerdem war alles gefroren, aber ich musste die Windschutzscheibe nicht freikratzen.“