Die kleine Katze sitzt im Container des Lastwagens. Foto: Polizeipräsidium Unterfranken/dpa

Mehr als 2000 Kilometer hat eine kleine Katze hinter sich gebracht - von Tunesien aus über das Mittelmeer, durch Italien und die Schweiz nach Unterfranken. Sie wurde an Bord eines verplombten Lkw-Anhängers in Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg) entdeckt. „Die wird in Tunesien in den Hänger gehüpft sein“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken in Würzburg. „Die gesamte lange Reise von Tunesien bis nach Kahl musste dieser kleine blinde Passagier in einem verplombten Lkw-Anhänger ausharren“, schrieben die Beamten zu einem Foto auf Twitter, welches die schwarz-weiß gescheckte Mieze zeigt.

Die Fahrt des „blinden Passagiers“ endetet nach fünf Tagen bei einer Firma in Unterfranken. Mitarbeiter des Unternehmens hörten Geräusche aus dem Laster und riefen die Polizei. Im Inneren des Anhängers entdeckten die Beamten dann die Katze und lockten sie in eine Transportbox. Sie war nach Polizeiangaben durstig und hungrig, hatte die unfreiwillige Reise sonst aber gut überstanden. Eine Tierärztin nahm die Katze, die bereits am Dienstag entdeckt worden war, vorerst bei sich auf.