Katja Horneffer leitet seit 2020 das Wetter-Team im ZDF. Imago/Sven Simon

Fast jeder hat sie auf dem Handy – und viele Menschen machen auch von ihnen abhängig, ob sie für das Wochenende einen Ausflug an den See planen oder doch eher einen DVD-Nachmittag: die Wetterapps. Doch all zu viel Vertrauen sollte man den Apps gar nicht schenken, meint ZDF-Wetterexpertin Katja Horneffer. Denn die Vorhersagen seien wenig professionell.

Katja Horneffer: Prognosen von Wetterapps sind „beliebig falsch“

Die Prognosen der Onlinedienste würden oft nur auf simplen Modellrechnungen basieren, sagt die 53-Jährige der Augsburger Allgemeinen. „Darum sind diese Apps beliebig falsch.“ Zwar sehe es so aus, als könnten diese Dienste das Wetter für 14 Tage in der Zukunft vorhersagen, doch das sei „nur das Ergebnis aus einem Modell heraus“, so Horneffer und damit eben sehr vage - und immer wieder auch ziemlich falsch. Für professionelle Wettervorhersagen brauche es viel mehr Berechnungen.

„Wenn eine App das so einfach könnte, dann bräuchte es für uns Wetterexpertinnen und Wetterexperten auch kein Studium – bei der Vorhersage müssten wir nicht viele Modelle berücksichtigen, aus denen eine vernünftige Prognose entsteht“, betonte Meteorologin. Eine solche zu erstellen, sei leider nicht so einfach, wie die Apps das suggerieren.

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Katja Horneffer studierte in Bonn Meteorologie und promovierte anschließend in Hamburg. Seit 1998 arbeitet sie in der Wetterredaktion des ZDF, deren Leitung sie im Januar 2020 übernahm. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in der Nähe von Mainz.