Eine Szene auf einer Corona-Intensivstation der Charité aus der Doku „Kampf um jeden Atemzug“, die am Montag (15.3.) um 22.50 Uhr in der ARD zu sehen ist.
Foto:  rbb/Carl Gierstorfer/DOCDAYS Productions

Maschinen, Schläuche und Handgriffe, die sitzen müssen: Eine TV-Dokumentation zeigt den harten Kampf um das Leben von schwer erkrankten Covid-19-Patienten an der Berliner Charité. Sie wird am Montagabend im Ersten gezeigt (22.50 Uhr). Es sind Einblicke in den Arbeitsalltag von Ärztinnen und Ärzten, von Intensivpflegepersonal und anderen beteiligten Berufsgruppen – und in die Schicksale hinter den nüchternen Corona-Statistiken.

Gefilmt wurde die Doku des Regisseurs Carl Gierstorfer über mehrere Monate auf der Covid-Station 43 des berühmten, europaweit größten Uniklinikums. Diese Station war schon vor der Pandemie auf die Behandlung von Menschen mit schweren Lungenversagen spezialisiert. Nun liegen dort Menschen mit schwersten Covid-19-Verläufen.

Was die Pandemie mit den Menschen macht, die an vorderster Front dagegen kämpfen, zeigt die Doku eindrücklich: Abgekämpft wirken sie teilweise, gefrustet, blass und müde, ständig konfrontiert mit dem Tod. „Weihnachten war schrecklich“, erzählt eine Ärztin. Viele Patienten seien gestorben.

Eine Intensivpflegerin spricht von der schlimmsten Zeit in ihrem Arbeitsleben und einer Hilflosigkeit angesichts des Todes vieler junger Menschen: „Wir konnten da nix machen. Nix.“

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Manche Bilder in „Die Story im Ersten: Auf der Covid-Intensivstation der Charité – Kampf um jeden Atemzug“ dürften nichts für Zartbesaitete sein. Etwa von regungslosen Patienten in Bauchlagerung, von einer Reanimation und einem Patienten, der an eine künstliche Lunge angeschlossen wird. Solche Maschinen reichern das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff an (in Fachsprache: Ecmo). Sie gelten als „Hoffnungsmaschinen“, wie es in dem Film ausgedrückt wird.

Berührend sind zwischen all der Hightech-Medizin die Szenen, in denen die Pflegekräfte – von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung gehüllt – den im Koma liegenden Patienten gut zureden. Oder den Angehörigen telefonisch die Nachricht überbringen, dass es trotz aller Bemühungen absehbar zu Ende geht. Es gibt aber auch Hoffnungsschimmer: Eine Patientin wird schließlich in die Reha entlassen.