Die Leitplanken wurden nachts auf die Autobahn geschleudert. imago (Symbolbild)

Dieser Dumme-Jungen-Streich hätte tödlich ausgehen können: Zwei Jugendliche stehen nun unter Mordverdacht: Die beiden 16 und 17 alten Jungen sitzen nun in Untersuchungshaft. In der Nacht zu Montag sollen die beiden Leitpfosten von einer Autobahnbrücke über der A2 im westfälischen Oelde geworfen haben. Ein Leitpfosten traf einen voll besetzten Pkw, am Steuer eine 43-Jährige. Fünf Personen saßen in dem Fahrzeug, darunter ein vierjähriges Kind, das bei dem Aufprall leicht verletzt wurde.

Das Fahrzeug wurde bei dem Vorfall beschädigt, doch die Fahrerin konnte den Wagen abbremsen und auf dem Standstreifen anhalten. Bei einer Absuche fanden Polizisten in der Nähe den Leitpfosten, der zum tödlichen Wurfgeschoss hätte werden können. Auf die Spur der mutmaßlichen Täter kam die Polizei laut lokalen Zeitungsberichten durch einen Notruf, den einer der Verdächtigen selbst abgesetzt haben soll.

Notruf brachte die Polizei auf die Spur der Tatverdächtigen

Der 17-Jährige behauptete gegenüber der Polizei, in der Nähe der Brücke würden mehrere Personen Drogen konsumieren. Eine Polizeistreife rückte aus, konnte keine Drogenkonsumenten finden. Als die Polizei den Anrufer zurückverfolgte, bestritt der Jugendliche, den Anruf getätigt zu haben, er sei zu der Zeit mit seinem 16-jährigen Kumpel unterwegs gewesen.

Als die Polizei den 16-Jährigen befragte, habe dieser schließlich eingeräumt, die Leitplanken zusammen mit seinem Freund auf die Autobahn geschleudert zu haben.

Am Freitagmorgen wurden die beiden Tatverdächtigen festgenommen, eine Richterin erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.