Der ehemalige spanische König Juan Carlos genießt aktuell sein Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Imago/DyD

Vor etwas mehr als einem Jahr setzte sich der ehemalige spanische König Juan Carlos (83) in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Abu Dhabi ab. Die offizielle Version seiner Geschichte: Der Skandal-König, dem Korruption, Geldwäsche und die Beteiligung an Offshore-Firmen vorgeworfen wird, habe Schaden von der Königsfamilie abwenden wollen. Doch kritischere Stimmen meinen: Er habe sich der spanischen Justiz entzogen. Was auch immer stimmt: Sein Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist für Juan Carlos kein Ort der Buße oder des Nachdenkens – sondern des puren Genusses!

Juan Carlos: Neues Buch enthüllt sein Luxus-Exil

Der ehemalige Monarch, der infolge einer Elefantenjagd, bei der er sich auch noch die Hüfte brach, in Ungnade fiel und abdanken musste, soll nämlich auch in Abu Dhabi ein wahrlich königliches Leben führen. Das schreibt zumindest seine enge Vertraute, die französische Journalistin Laurence Dabray (45) in ihrem neuen Buch „Juan Carlos von Spanien“. 

In dem Emirat soll Juan Carlos demnach in einer 1050 Quadratmeter großen Villa auf der Privatinsel Nurai wohnen. Die Villa gehört der Familie von Khalifa bin Zayed al-Nahyan. Er ist der Emir von Abu Dhabi, der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate und ein enger Freund von Juan Carlos.

Juan Carlos: So verbringt er seine Tage im Luxus-Exil

In seinem Luxus-Domizil wird Juan Carlos von vier Leibwächtern bewacht und von zwei Bediensteten umsorgt, die für ihn putzen und kochen. Bei den Mahlzeiten hat Juan Carlos übrigens ganz besondere Ansprüche. So vermisst er die spanische Küche und lässt sich daher zahlreiche Produkte aus dem Land, in dem er viele Jahre König war, einfliegen. Darunter soll auch reichlich iberischer Serrano-Schinken sein.

In Valencia hat der Street-Art-Künstler El Primo de Banksy (zu Deutsch: der Cousin von Banksy) einen flüchtenden Juan Carlos an die Wand gesprüht. Foto: AFP/Jose Jordan

Lesen Sie auch: TV-Sensation: Jetzt kommt „Raus aus den Schulden“ zurück – und ER ist der neue Peter Zwegat! >>

Körperlich geht es Juan Carlos allerdings nicht so gut. Der 83-Jährige leide unter Hüftschmerzen, heißt es in dem Buch. Seinen Tag starte er mit Fitnessübungen, danach gehe er schwimmen. Seine Tage verbringe Juan Carlos demnach mit dem Lesen spanischer Zeitungen, Telefonaten mit seiner Frau Sofia und Videoanrufen mit seinen Töchtern Cristina und Elena. Außerdem soll er regelmäßig mit seinen Anwälten telefonieren. Schließlich wird in Spanien noch immer gegen ihn ermittelt.

Juan Carlos bereut nichts!

Doch die Telefonate haben wohl nicht den Zweck, seine Geschäfte aus der Vergangenheit aufzuklären, wie es in der Zeitschrift „Paris Match“ heißt, die vorab aus Dabrays Buch zitieren durfte. Denn demnach bereut Juan Carlos nichts. Vielmehr ist er optimistisch, dass sich der Staub irgendwann legen werde und er nach Spanien zurückkehren könne, um dort zu sterben. 

Lesen Sie auch: „Rosenheim-Cops“-Star Marisa Burger: DARUM würde sie nicht mit ihrer Rolle Miriam Stockel tauschen >>

Die Stimmung in Spanien deutet derweil allerdings nicht darauf hin. Die Gegner der Monarchie bekamen in den vergangenen Jahren immer mehr Zulauf. Und so könnte Juan Carlos da sterben, wo er geboren wurde: im Exil. Denn der 83-Jährige wurde in Rom geboren, wohin sich seine Familie abgesetzt hatte, nachdem 1931 die Zweite Republik in Spanien ausgerufen wurde.